Am Sonntag, den 14. Juni von 11.00 bis 15:00 Uhr geht’s für interessierte Kinder und Jugendliche, die einmal in den Schlauchbootsport schnuppern möchten, am Dortmund-Ems-Kanal an der Anlegestelle Thien Altenlingen an Bord der rasanten Luftikusse des motorisierten Wassersports. Kinder und Jugendlichen dürfen dabei selbst das Steuer, bzw. die Pinne in die Hand nehmen, um in den Schlauchbootsport hineinzuschnuppern.
Gestaffeltes Training mit Wettkampf am Tagesende
Wer möchte, darf am Ende der Veranstaltung im Wettkampf im Zeitfahren den Tagessieger in der jeweiligen Altersgruppen ermitteln.
Durchgeführt wird dieser Schnupperkurs vom Ausbildungsverein Boot-Freunde Lingen e.V. (BFL) und der DLRG-Ortsgruppe Holthausen-Biene, unterstützt vom Ortsrat Altenlingen.
Das Training ist gestaffelt: Während die einen erste Runden im Boot drehen, wird an anderen Stationen die wichtige Sachkunde vermittelt. Dabei geht es um die Sicherheit am und auf dem Wasser, Anlegen der Rettungsweste und des Schutzhelmes, Motor und Boot, Seemannsknoten und Umweltschutz. Außerdem gibt es eine Station für Bratwurst und Getränke - für Teilnehmer kostenlos.
Neues Schlauchboot wird getauft
Um 11:30 Uhr wird durch Herrn Oberbürgermeister Dieter Krone ein neues Schlauchboot getauft. Dieses Boot ersetzt das 17 Jahre alte bisherige Boot. Die Anschaffung des neuen Bootes und des Motors wurde von der Lotto-Sportstiftung Niedersachsen und der Stadt Lingen gefördert. Finanziell unterstützt wird die Veranstaltung von der Gemeinde Altenlingen und vom Autohaus Gebr. Schwarte, Meppen.
Schlauchbootsport als Breitensport
„Das motorisierte Bootfahren hat sich im Laufe der Zeit vom Hobby weniger engagierter Wassersportler zu einem Breitensport für jedermann entwickelt“, sagt Ingo van Wieren, Vorsitzender des Vereins Boot-Freunde Lingen. „Der Verein ist daher nicht für Bootsbesitzer gegründet worden, sondern hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche an den Wassersport heranzuführen“.
Inklusion und Integration
„Unser Verein ist offen für alle interessierten Jugendlichen, denen wir in der Gemeinschaft eine Orientierung bieten und somit auch zur Zukunftssicherung der Wassersportvereine beitragen wollen“, sagt Horst Busse, der die Organisation dieser Veranstaltung in Altenlingen übernommen hat. „In Kooperation mit InduS wollen wir die Inklusion behinderter Jugendlicher fördern, die durch den Einsatz von Technik ihr Handicap kompensieren können. Und wir integrieren geflüchtete Jugendliche sowie ihre Eltern als Betreuer“.
Gute Ausbildung als Einstieg in den Wassersport
Die Veranstalter möchten mit dieser Veranstaltung das Interesse wecken, um junge Leute als neue Mitglieder zu gewinnen. Der Verein bietet parallel zur theoretischen auch die praktische Ausbildung an. Dazu gehört eine allgemeine Grundausbildung, Sicherheit am und auf dem Wasser, Erste-Hilfe-Kurse, Zusammenarbeit mit anderen Wassersportvereinen damit Rücksichtnahme und gute Seemannschaft, Schutz der Umwelt, Pflege und Instandhaltung des Geräts selbstverständlich wird.
Ebenso wird die Ausbildung im Schlauchboot-Geschicklichkeitsfahren nach den Regeln des Deutschen Motoryachtverbandes (DMYV) in Theorie und Praxis angeboten. Wer Spaß und Interesse hat, kann später das Training zum Wettkampfsport bis zu überregionalen Meisterschaften fortführen, oder ab dem Alter von 16 Jahre die Bootsführerscheine und Funkscheine, oder ab 12 Jahren die B1-Lizenz für Alleinfahrten auf ausgewählten Gewässern erwerben. Ebenso wird eine Einweisung für Nutzer von führerscheinfreien 15 PS-Motoren angeboten.


