Erfolgreiches Jubiläumsrennen in Traben-Trarbach

Genau 60 Jahre nach dem ersten Motorbootrennen auf der Mosel bei Traben-Trarbach traf sich die internationale Fahrerelite der Klassen Formel 4, Formel 5, FR 1000 und GT-15 beim 38. Int. Motorbootrennen zum Schlagabtausch auf dem Wasser. Begleitet von sonnigem Moselwetter konnte sich der Veranstalter über ein sportlich reibungsloses Rennwochenende freuen.

Ohne größere Ausfälle oder Re-Starts dominierten spannende Rennläufe das Wochenende und neben bekannten Namen auf dem Podium bot das traditionsreiche Rennen in Traben-Trarbach auch Überraschungen aus dem Fahrerfeld. In seiner Rolle als offizieller sportlicher Vertreter des Motorbootrennsports war der Deutsche Motoryachtverband mit den Pflichtkommissaren, den technischen Abnehmern sowie zwei Rettungsbooten an der Rennstrecke vertreten.    

In der Formel 4 dominierte auch im zweiten Rennen der Saison der Engländer Ben Jelf das Fahrerfeld in allen Läufen und baute damit seinen Vorsprung in der Klasse aus. Dietmar Kaiser landete durch solide Fahrleistungen auf dem dritten Platz. Als kleine Überraschung feierte Andre Zeipelt sein Podiums-Debüt in der Formel 4 und fuhr in seinem zweiten Rennen direkt auf den zweiten Platz. Der 17-Jährige aus Hagen ging in Brodenbach Anfang Mai zum ersten Mal in der Formel 4 an den Start, nachdem er in der vergangenen Saison einen hervorragenden zweiten Platz in der Gesamtwertung der Formel 5 belegte.

Wie in Brodenbach führte das Trio Faßbender, Kremer und Liehr das Feld in der Formel 5 auch in Traben-Trarbach an, wobei vor allem der Kölner Leon Faßbender in allen vier Läufen am besten vom Start weg kam und an diesem Tag keine Schwächen bewies. So holte er auch in Traben-Traben den ersten Platz und bekam zudem den „Paul Riegel Gedächtnis Pokal“ überreicht. Der Preis ist nach dem berühmten Unternehmer der „haribo“-Dynastie benannt und wurde von der Familie gestiftet. Paul Riegel war in den 1960er Jahren selbst erfolgreicher Motorbootrennfahrer und wurde in Traben-Trarbach 1961 Vizeeuropameister der damaligen Klasse C-Stock.   

Während des traditionellen VIP-Empfangs des DMYV wurde Roland Olschimke für sein jahrelanges Engagement bei der Durchführung des Rennens in Traben-Trarbach vom Stadtbürgermeister, Patrice-Christian-Roger Langer, geehrt. In Eigenregie und mit großartigem Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer stemmt der ortsansässige Verein Motorbootrennen Traben-Trabach e. V. dieses wichtige Rennereignis, wobei Roland Olschimke mittlerweile 1. Vorsitzender des Vereines ist.  

In der FR 1000 konnte sich Peter Heibuch vor Ulf Stute und Patrick Zdralek durchsetzen und nahm den Großen Preis von Deutschland entgegen. Mit einem ersten Platz im ersten Lauf und zwei zweiten Plätzen konnte Heibuch in der Gesamtwertung nicht mehr eingeholt werden und krönte sein perfektes Rennwochenende. Dabei waren die Konkurrenten Stute und Zdralek von Motorenproblemen geplagt.

Der Rennsport-Nachwuchs startet in der Klasse GT-15 wobei Marie-Sophie Rambow aus Elmshorn den Rest des Fahrerfeldes auf die Plätze verwies. Brian Lutterbey musste sich nur knapp geschlagen geben und fuhr souverän auf Rang zwei vor Kevin Ladwig der den dritten Platz belegte. DMYV-Präsident Winfried Röcker hob in seinen Grußworten bei der abschließenden Siegerehrung nochmals die wichtige Nachwuchsarbeit hervor, die vor allem der Motoryacht-Verband Schleswig-Holstein in der GT-15 leistet. Dies ist wichtig, um den Motorbootrennsport auch zukünftig weiter am Leben zu halten.  


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