Die Kürzungen gefährden die Sicherheit auf dem Wasser und die maritime Wirtschaft
13 Landesfachverbände Motorbootsport im Deutschen Motoryachtverband (DMYV) haben sich mit einem offenen Brief an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gewandt und gegen die geplanten Haushaltskürzungen bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) protestiert. Die Verbände sehen darin eine erhebliche Gefahr für den Wassersport, den Wassertourismus und die Sicherheit auf Deutschlands Bundeswasserstraßen.
Nach Ansicht der Unterzeichner bedrohen die Einsparungen insbesondere Nebenwasserstraßen und Schleusen, die für den Freizeitschiffsverkehr von zentraler Bedeutung sind. Die Landesverbände verweisen zudem auf die wirtschaftliche Bedeutung des Bootstourismus. Wassersportvereine und Marinas hätten in den vergangenen Jahren erhebliche Investitionen in Häfen, Steganlagen und Umweltschutz getätigt, die auf eine verlässliche Infrastruktur des Bundes angewiesen seien. Einer Abwanderung von Bootstouristen in europäische Nachbarländer müsse entgegengewirkt werden.
Besonders kritisch bewerten die Verbände mögliche Einsparungen bei der Unterhaltung der Fahrwasser, der Peilung sowie der Wartung von Schifffahrtszeichen. Gerade in anspruchsvollen Revieren wie der Nordsee dürften diese Aufgaben aus Sicherheitsgründen nicht reduziert werden.
In ihrem Schreiben fordern die Landesverbände die Bundesregierung auf, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung finanziell und personell so auszustatten, dass bestehende Sanierungsrückstände abgebaut und die Bundeswasserstraßen als Infrastruktur für Wirtschaft, Tourismus und Breitensport dauerhaft gesichert werden. Einer Abwanderung von Bootstouristen in europäische Nachbarländer müsse entgegengewirkt werden.
Die Verbände betonen, dass Wasserstraßen ein unverzichtbarer Bestandteil einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik seien und nicht gegenüber Straße und Schiene weiter an Bedeutung verlieren dürften.
Den Offenen Brief im Original und mit vollständigem Wortlaut können Sie HIER herunterladen.


