Große Teile des Cospudener Sees im Süden von Leipzig werden ab dem 1. Februar 2026 offiziell für die Schifffahrt freigegeben – einschließlich der motorisierten Sportschifffahrt.
Der Cospudener See ist ein künstlich entstandenes Gewässer aus einem ehemaligen Tagebau und gehört zu einer Seenplatte im Süden Leipzigs als Teil des Leipziger Neuseenlandes, das heute ein beliebtes Naherholungsgebiet ist.
Wassersportler haben ab dem 1. Februar jetzt auch offiziell ein neues Wassersport-Revier im Leipziger Süden, und das freut auch die motorisierten Wassersportler, die hier ebenfalls jetzt auch offiziell ihrem Hobby frönen dürfen.
Grundlage ist eine Allgemeinverfügung für den größeren nördlichen Gewässerteil des Tagebaurestsees Cospuden zwischen Knautkleeberg-Knauthain und Markkleeberg. Lediglich die südliche, lang gezogene Bucht des Sees bei Zwenkau ist aus Gründen des Natur- und Artenschutzes weiterhin für die Schifffahrt gesperrt.
Zugelassen sind auf dem See neben Fahrgastschiffen und nichtmotorisierten Sportbooten auch motorisierte Sportboote sowie natürlich Fahrzeuge von Behörden, Einsatzkräften und der Fischerei.
Der ca. 110 Meter über dem Meeresspiegel gelegene See hat eine Fläche von gut. 4,3 Quadratkilometer bei einer Gesamtlänge von ca. 4 Kilometer und einer Breite von 1,7 Kilometer (Quelle: Wikipedia). Am See befindet sich bereits ein Wassersportzentrum, eine Marina, ein großer Badestrand, Gastronomie, Anlegestellen für die Fahrgastschifffahrt, eine Golfanlage u.v.m.
Ein Umweltverband erwägt zwar eine Klage gegen die Allgemeinverfügung. Die zuständige Landesdirektion Sachsen, die die von einigen Seiten geforderten Einschränkungen für die motorisierte Schifffahrt weitgehend abgelehnt hat, hält mögliche rechtliche Schritte jedoch für wenig aussichtsreich.


