Was wird aus der Jugend? 5 Fragen an die 1. Vorsitzende der DMJ

Die Deutsche Motorbootjugend des DMYV und der motorisierte Nachwuchs-Bootssport im Allgemeinen befinden sich im Aufbruch. Wie DMYV-Präsident Winfried Röcker in seinem Interview bereits bestätigte, besteht großer Handlungsbedarf und es werden neue Konzepte benötigt, um den Jugendsport der Vereine und des Verbandes wieder attraktiv zu gestalten. Doch wie schätzen die Jugendvertreter selbst die Situation und die Zukunftsperspektiven Ihres Sportes ein?   

Am Rande des Nationalkaderausscheids in Krefeld nahm sich die im April neu gewählte 1. Vorsitzende der Deutschen Motorbootjugend (DMJ), Nadine Kössler, die Zeit einige Fragen zur Jugendarbeit des Deutschen Motoryachtverbandes zu beantworten:

Wie sieht Jugendarbeit und Jugendsport aktuell in den Vereinen und Landesverbänden aus?
Bei der Jugendarbeit geht es um Freizeitaktivitäten wie z.B. Wassersportevents, Ferienfreizeiten usw. die in den Vereinen und Landesverbänden angeboten werden, um Kinder und Jugendliche für den motorisierten Wassersport zu gewinnen. Im Jugendsportbereich gibt es in den Landesverbänden Trainingsstützpunkte für den motorisierten Schlauchbootslalom bzw. MatchRace MS11 wo lizenzierte Trainer C die Kids für die Meisterschaften vorbereiten. Für beide Bereiche sind die Landesjugendleiter gefragt und brauchen dringend Unterstützung aus den Vereinen. Das ist eine Win-Win-Situation, denn die Vereine profitieren ja auch von dem Nachwuchs und dem dadurch sinkenden Altersdurchschnitt.

Was wünscht sich der neue Vorstand für die Zukunft des Jugendsports?
Die Bundesjugend wünscht sich eine engere Zusammenarbeit mit den Landesverbänden, vor allem was die Organisation von Meisterschaften betrifft. Es gibt so viele Bereiche die die Bundesjugend beschäftigt – DOSB, Sportbünde, Versicherungen, Marketing, Datenschutz, Trainer C. Die Liste ist sehr lang und für uns nur mit starker Unterstützung zu leisten.

Gab es in den letzten Jahren auch Versäumnisse innerhalb des Verbandes, mehr Jugendliche für den motorisierten Wassersport zu begeistern?
Im Bereich Jugendarbeit wurde wenig Zeit investiert und es gab nur vereinzelt Events für Jugendliche. Dennoch haben wir uns bemüht Jugend zu gewinnen, indem wir z.B. alle größeren Messen besucht haben, um Werbung für unseren Wassersport zu machen. Jetzt werden neue Ideen benötigt, die die Jugendarbeit zusätzlich zum Wettbewerbssport sinnvoll ergänzen.

Welche Ziele hat sich der neue Vorstand der Motorbootjugend gesteckt?  
Mehr Kommunikation, intensivere Organisation und ein Umstrukturierung, um unseren Sport attraktiver zu gestalten. Nur so gewinnt der Jugendsport an Anziehungskraft für neue Mitglieder.  

Was erwarten Sie als Vertreterin der Nachwuchssportler von der Arbeitsgruppe, die sich eigens mit der Jugendarbeit beschäftigen wird?  
Ein frisches Konzept, dass die Jugend im sozialen Bereich einfängt und begeistert. Die Kombination aus Jugendfreizeit und neuen Wassersportarten ist gewünscht und würde einen weiteren Kreis der Wassersportjugend einfangen.

 

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