Umfrage unter Sportboot-Besitzern und Bootsservices/Werften zu Antifouling-Produkten

Die BfG ruft Sportboot-Besitzer und Bootsservices/Werften zur Teilnahme an einer Umfrage auf. Es geht um praktische Erfahrungen bei der gewässerschonenden Verwendung von Antifouling-Produkten.

Siedeln sich Mikroorganismen, Pflanzen oder Tiere am Rumpf von Booten an, so wird dies als "Fouling" bezeichnet. Die anheftenden Organismen vergrößern den Strömungswiderstand, machen das Wasserfahrzeug langsamer und erhöhen den Treibstoffverbrauch. Um dem entgegenzuwirken, werden die Bootsrümpfe mit Antifouling-Beschichtungen behandelt, die das Ansiedeln von Organismen verhindern sollen. Aus Sicht des Gewässerschutzes gehören Antifouling-Produkte zu den risikoreichsten Produktgruppen, da sie direkt in Gewässern angewendet werden. Sie geben die darin enthaltenen Biozide nach und nach in die aquatische Umwelt ab und können so im Gewässer lebende Organismen schädigen. Biozid-Rückstände in Gewässern wurden bereits festgestellt. Auch bei Anstrich- und Ausbesserungsarbeiten können Bestandteile der Antifouling-Beschichtungen in die Umwelt gelangen.

Die BfG untersucht die Umweltaspekte von Antifouling-Beschichtungen bei Sportbooten im Rahmen des Forschungsprojektes „Minimierung von Umweltrisiken der Antifouling-Schiffsanstriche in Deutschland“. Hauptziel des vom UBA vergebenen und vom BMUB finanzierten Projekts ist die Erarbeitung eines Leitfadens mit Hinweisen zur gewässerschonenden Verwendung von Antifouling-Produkten, der die praktischen Erfahrungen der Anwender berücksichtigt. Dazu führt die BfG eine Umfrage unter Sportbootbesitzern und Bootsservices/Werften durch, in der die Teilnehmer bestehende Empfehlungen und Bestimmungen zur gewässerschonenden Verwendung von Antifouling-Produkten bewerten können. So sollen Praxistauglichkeit und Anwender-Akzeptanz der Empfehlungen beurteilt werden. Der Deutsche Motoryachtverband (DMYV) hat bei der Formulierung der Umfrage beratend mitgewirkt.

Die Teilnahme an der Umfrage erfolgt anonym, ohne Erhebung personenbezogener Daten oder Bootskennzeichen. Die Antworten werden ohne Bezug auf einzelne Wasserfahrzeuge ausgewertet. 

Die Umfrage ist bis zum 10. Juli unter folgenden Adressen erreichbar:

 

Die Ergebnisse der Umfrage werden am 21. und 22. September 2017 beim Workshop „Gewässerschonender Umgang mit Antifouling-Beschichtungen im Sportbootbereich“ in Koblenz in der BfG vorgestellt und diskutiert.

Ansprechpartnerin in der BfG: Maria Redeker (redeker@bafg.de), Tel. 0261/1306-5994.

Der Fragebogen kann auch als PDF-Datei heruntergeladen und per Post oder E-Mail (redeker(at)bafg.de) an die BfG geschickt werden.

 

Weitere Informationen

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