Der Niedersachsen-Konvoi 2017

Beim Niedersachsen-Konvoi führen 2017 alle Wege nach Leer.

Die Skipper genossen die idyllischen Landschaften.

Die drei Routen führten die Skipper über die Ems, Weser und Nordsee nach Leer.

Der Niedersachsen-Konvoi 2017 des Landesverbandes Motorbootsport Niedersachsen (LMN) fuhr mit rund 50 Booten auf drei Routen quer durch den Nordwesten Niedersachsens zur Seehafenstadt Leer.

Route 1: Von Rheine nach Leer über die Ems

Angeführt von Benno Wiemeyer, dem Präsidenten des LMN, begannen die Teilnehmer der ersten Route ihre Tour mit einem gemeinsamen Besuch des Stadtzentrums Rheine im Oberwasser der Schleuse Altenrheine. Dort war der Konvoi in das „Fest des Wassersportes“ eingebunden. In den folgenden Tagen besichtigten die Skipper des "Emskonvois" in der Stadt Meppen die Schleusenzentrale des WSA (organisiert von Horst Busse, dem Sprecher der IG-Ems) in der Stadt Haren das Schifffahrtsmuseum sowie das Harener Ortszentrum. Es ging weiter nach Papenburg, wo die Clubmitglieder des Yachtclubs „Turmkanal“ zu Papenburg die Ankommenden köstlich bewirteten. Letztendlich erreichte der Konvoi nach einer Warteschleife auf der unteren Ems pünktlich die bereits offen stehende Schleuse Leer.

Route 2: Von Minden nach Leer über die Weser

Angeführt vom Konvoi-Kapitän Karl-Heiz-Seele starteten der zweite und dritte Bootskonvoi ihre Tour im Yachtclub Minden. Der Konvoi fuhr über Nienburg nach Verden (Aller), wo er vom ansässigen Motorbootclub versorgt wurde. Am Folgetag trennten sich die Konvois an der Marina Bremen. Während der „Weserkonvoi“ dort einen weiteren Tag verbrachte, fuhr der „Nordseekonvoi“ weiter nach Bremerhaven.

Der Weserkonvoi setzte mit ablaufendem Wasser seine Fahrt in Richtung Elsfleth fort, wo er mit dem Tidewechsel mit der Strömung die Hunte aufwärts Richtung Oldenburg fuhr. Die anschließende Rundfahrt mit dem Börteboot durch die Stadt, begleitet durch den Mitorganisator Johannes Borowski, bildete den Höhepunkt dieses Tages. Es folgten zwei Tage im Gebiet von Leda und Jümme, wobei die Durchfahrt des einzigen noch schiffbaren Fehnkanals, des Elisabethfehnkanals, besonders hervorzuheben ist. Die ansässigen Clubs demonstrierten ihre Gastfreundschaft, indem sie das Schleusenpersonal beim Schleusen und Bewegen der Klappbrücken tatkräftig unterstützten sowie die Versorgung der Konvoi-Teilnehmer übernahmen. Am nächsten Tag wurde die bereits geöffnete Schleuse Leer bequem und pünktlich erreicht.  

Route 3: Von Minden nach Leer über die Nordsee

Nachdem sich der „Nordseekonvoi“ an der Marina Bremen vom Weserkonvoi trennte, führte Konvoi-Kapitän Werner Svejda, 2. Vizepräsidenten des LMN, seine Skipper weiter bis Bremerhaven, wo sie im Weser-Yacht-Club versorgt wurden. Anschließend erreichte er über die Wattenfahrwasser Mittelpriel und Kaiserbalje, geführt durch die Konvoi-Führer Horst-Dieter Hoffmann und Fritz Kühl, den Jade-Wassersport-Club Wilhelmshaven. Am Folgetag führte der Weg mitten durch die Natur über den Ems-Jade-Kanal weiter bis zum Hafen Marcardsmoor. Hier teilte sich der „Nordseekonvoi“.
Ein Teil fuhr weiter nach Emden und einige flachere Boote über den Nordgeorgsfehnkanal direkt nach Leer. Diesen Weg können nur Boote wählen, die flacher als 2,65 Meter sind und die kritische Eisenbahnbrücke bei Niedrigwasser nehmen müssen. In Emden wurde der Tag mit einer Bootsfahrt durch die Grachten, die sogar für manch einheimischen Skipper neu waren, beendet. Über die Untere Ems ging es dann aufwärts bis sie die bereits offene Seeschleuse Leer erreichten.

Seit Start des Niedersachsen-Konvois waren nun zum ersten Mal wieder alle drei Konvoi-Teile wiedervereint. In Leer feierten die Skipper das Fest "Leer Maritim" mit dem DMYV-Tourenskippertreffen, das 25-jährige Jubiläum des LMN sowie den Abschlussabend des Konvois. Alle Teilnehmer des Konvois zogen ein positives Fazit unter ihre Reise. Nicht nur haben alle viel erlebt und neues gelernt, sondern sie konnten auch alte Freundschaften wieder auffrischen und neue schließen.

Der sportliche Höhepunkt war die Verleihung der Pokale am Konvoi- und Jubiläumsabend. Der Pokal für die weiteste Anfahrt gewannen Jochen und Irmgard Tritt aus Main-Stockheim mit der „Santa Maria“. Der Pokal für das kleinste teilnehmende Boot mit einer Länge von lediglich 6,45 Meter ging an Volker Grentz vom MCH Hameln. Der Mindener Yachtclub war der Club mit den meisten teilnehmenden Booten, gefolgt vom MCH Hameln und der WSV Elisabethfehn.

Der Niedersachsen-Konvoi 2018 ist für Anfang Juni im Revier des NOK geplant.

Quelle: Landesverband Motorbootsport Niedersachsen

 

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