DMYV im Gespräch mit der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Entwicklungskonzepte wie z.B. für die Lahn sollen weiter gemeinschaftlich erarbeitet werden. Bild: Christian Koch

Das Forum Wassersport beim DOSB, einer Interessengemeinschaft der wichtigsten deutschen Wassersportverbände, macht sich für die Belange der Wassersportler und den Erhalt der Wassernebenstraßen stark. So auch am 25. Juni, als Präsident Winfried Röcker, Präsidiumsmitglied Helmut von Veen und Fachreferent Dieter Haendel als Vertreter des DMYV zum Gespräch bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) in Bonn zu Gast waren.

Als Hauptvertreter aller motorisierten Wassersportler, aber auch im Sinne der anderen Wassersportverbände führte der DMYV an diesem Tag mit Abteilungsleiter Michael Heinz ein konstruktives Gespräch und ging dabei auf zentrale Anliegen ein.

So hält es der Bund weiterhin für möglich, sich von Gewässerabschnitten oder von wassertechnischer Infrastruktur des Nebennetzes durch Abgabe an Länder oder Kommunen zu trennen, so dass eine Nutzung der Gewässer dann weiterhin möglich ist, nachdem dort vom Bund und von Land oder Kommunen investiert worden ist. Durch einen entsprechenden Haushaltsvermerk wird sich der Bund mit 50% an den Investitionskosten beteiligen. Allerdings wird sich diese Möglichkeit auch aus Sicht des Bundes auf einige wenige Projekte beschränken.

Für die Nebenwasserstraßen sollen nach und nach Entwicklungskonzepte aufgestellt werden. Vorbild für die Methodik und die Inhalte ist das Lahn-Projekt Living-Lahn. Das Verfahren und die Projektlaufzeit sollen aber wesentlich gestrafft werden. In jedem Fall sollen aber die regionalen Akteure wie an der Lahn in die Projektarbeit mit eingebunden werden.

Die wassertouristischen Aspekte bei der Nutzung der Bundeswasserstraßen gewinnen zunehmend an Beachtung, wozu auch die wassertouristischen Berichte bzw. Konzepte der Ministerien beigetragen haben. Der wasserwirtschaftliche Ausbau und ökologische Strukturverbesserungen werden in Zukunft zum Aufgabenfeld der Bundeswasserstraßenverwaltung gehören.

Da es noch keine gesetzliche Regelung gibt, ob die Bundeswasserstraßenverwaltung ausschließlich nur für die "schwarze Schifffahrt“ zuständig ist, wird eine eindeutige Klärung des Begriffs „allgemeine Schifffahrt" in Richtung weiße bzw. Freizeitschifffahrt dringend benötigt. Eine Erweiterung des Aufgabenbereiches erfordert auch eine Aufstockung des Verwaltungspersonals, wofür sich die GDWS Unterstützung durch die Verbände erhofft.   

Um die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Ministerien und Verbänden zu vereinfachen und den Austausch zu intensivieren,  wird angedacht, Herrn Heinz möglichst bald in das „Forum Wassersport“ beim DOSB einzuladen. Mit Blick auf eine mögliche personelle Entlastung des Bundes steht zudem die Überlegung im Raum, dass die Ausgabe der Kennzeichen für Wassersportfahrzeuge künftig nur noch von den beliehenen Verbänden erfolgen könnte. Eine gemeinsame Initiative der Verbände gegenüber dem Verkehrsministerium wird deshalb angeregt.

Das aufschlussreiche Gespräch mit der GDWS soll zu einer starken gemeinsamen  Position aller Verbände des Forums Wassersport beitragen und zukünftige Fragen der Entwicklung der Nebenwasserstraßen sowie der Investitionen in das Wasserstraßennetz mit voran bringen. Dass man dabei auf einem sehr guten gemeinsamen Weg ist, davon waren alle Beteiligten dieses Gesprächstermins überzeugt.

 

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