Länderinformation für Skipper - Frankreich

Thema

Nützliche Informationen

Demografische Daten (Bevölkerungszahl, Anzahl der Vereine/ Mitglieder/ Boote)

66 Millionen Einwohner; ca. 1.100 Vereine; ca. 292.000 Mitglieder

Währung

Euro (€)

Notwendige Dokumente für die Ein-/Ausreise

EU-Bürger benötigen ein amtliches Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis). Kinder und Jugendliche benötigen ein eigenes Ausweisdokument.

Erforderliche Bootsdokumente

Motorboote sind zulassungspflichtig. Der Internationale Bootsschein (IBS) vom Deutschen Motoryachtverband wird als Registrier- und Eigentumsnachweis anerkannt.  Ferner wird ein Umsatzsteuerzahlungsnachweis von Bootsbesitzern innerhalb der Europäischen Union für alle Boote verlangt, die nach dem 1. Januar 1985 in Betrieb genommen wurden.

Versicherung

Eine Versicherung in Frankreich ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Eine Wassersporthaftpflichtversicherung wird empfohlen.

Führerschein- und Funkvorschriften

Führerschein:

Sportbootführerscheine bzw. die entsprechenden Nachweise des Heimatlandes sind vorgeschrieben.

Funk:

Hat ein Sportboot eine Sprechfunkanlage an Bord, muss der Skipper oder ein Crewmitglied das erforderliche Sprechfunkzeugnis  besitzen. Abhängig vom jeweiligen Fahrtgebiet benötigen Skipper ein entsprechendes Funkzeugnis: Für Binnengewässer das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI), für Küstengewässer das SRC oder LRC.

Nachrichten für Seefahrer (NfS) bzw. die Binnenschifffahrt (NfB)

Online verfügbar unter:

http://www.vnf.fr/avisbat/RechercheAvisWebAction.do?page=RechercheAvis

Militärische Übungsplätze

Generell:

Militärische Übungen werden auf Funkkanal 16 oder in Häfen bekanntgegeben.

Regelmäßige Schießübungen:

Nördlich und südlich des Bassin d’Arcachon befinden sich die französischen Schießgebiete, die fast täglich aktiv sind.

Großbaustellen

Eine Übersicht über die Sperrzeiten der Wasserwege aufgrund Bau- und Reperaturarbeiten wird von der französischen Wasserstraßenverwaltung herausgegeben (Carte des Chômages 2016): http://www.goo.gl/mT7z3O  

Windparks

Keine Angaben

Brücken

Im Meeresgebiet sind Brücken sehr selten. Auf Binnenwasserstraßen ist mit Brücken zu rechnen.

Umwelt- und Gewässerschutz

Geschützte Gebiete können online abgerufen werden: http://www.aires-marines.fr/les-aires-marines-protegees/carte-interactive 

Flaggenregeln

Die Nationalflagge ist am Heck anzubringen. Die Gastlandflagge an Steuerbordseite auf Masthöhe. Die Clubflagge an Backbordseite auf Masthöhe.

Wettervorhersage

Eine Wettervorhersage kann über Funkkanal 16 abgerufen werden und in allen Häfen erfragt werden. Alternativ bleibt der Blick ins Internet.

Häfen

Generell:

Informationen zu den meisten Häfen sind über Webseiten abrufbar.

Kontakt:

Auf Funkkanal 16 bzw. 9 kann in der Regel Kontakt zu einem Hafen aufgenommen werden.

Regeln:

Keine besonderen Regeln. Es wird um Höflichkeit gebeten.

Geschwindigkeit

Auf kanalisierten Flüssen gelten Geschwindigkeiten zwischen 6 und 35 km/h. Für Sportboote mit einer Verdrängung von weniger als 20 Tonnen ist die Geschwindigkeit auf 8 km/h, teilweise auf 10 km/h begrenzt. Für Schiffe mit einer Verdrängung von über 20 Tonnen gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 6 km/h, nachts und beim Passieren von beweglichen Brücken von 4 km/h.

Ausrüstung

Funk:

optional

Auf Binnengewässern müssen folgende Ausrüstungsgegenstände mitgeführt werden:

  • Rettungsweste für jedes Crewmitglied,
  • Rettungsring,
  • Bootshaken,
  • zwei lange Leinen,
  • Ölfass oder Eimer,
  • Abschleppvorrichtung,
  • Pumpe für Schlauchboote,
  • Ankervorrichtung,
  • Feuerlöscher,
  • Riemen oder Paddel
  • sowie Erste-Hilfe-Ausrüstung.

Auf See und großen Binnengewässern ist zusätzlich folgende Ausrüstung vorgeschrieben:

  • Kompass,
  • Nebelhorn,
  • Rettungsring mit Wurfleine,
  • Rettungsboot (für Schiffe über 8 m Länge),
  • drei rote Handfackeln,
  • wasserdichte Elektrolampe,
  • Rettungslicht,
  • Feuerlöscher.
 

Ankerbojen für Boote

Ankerbojen gehören in der Regel Privatleuten.

 

 

Ankerpunkte

Grundsätzlich können Skipper überall ankern. Ausnahmen finden sich auf öffentlichen Tafeln bspw. in Hafenvorschriften.

Antifouling

Gemäß der Europäischen Biozid-Richtlinie.

Kraftstoff-verfügbarkeit

Kraftstoff kann in einigen Häfen getankt werden.

Erdgas-verfügbarkeit

Gas kann von einigen Häfen bezogen werden.

Öffentlicher Verkehr

In der Regel besteht in Frankreich ein guter Zugang zu Bahnhaltestellen und Flughäfen.

Ladenöffnungszeiten

Geschäfte haben grundsätzlich von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Sonntags und montags ist in der Regel geschlossen. Während der Sommersaison stehen die meisten Läden 7 Tage die Woche zur Verfügung. 

Hinweise zum Trailern

Trailergespanne dürfen in Frankreich folgende Maße haben: 2,55 m Breite und 18 m Länge. Anhänger mit Deichsel: 2,55 m x 12 m. Gespanne, deren Abmessungen die zulässigen Grenzen überschreiten, benötigen eine Ausnahmegenehmigung. Nachfolgend aufgeführte Stellen sind für die Erteilung dieser Ausnahmegenehmigung zuständig. Anträge werden nur schriftlich (per Post) bearbeitet.

Direction Départementale du Bas-Rhin

 CET ( Centre d’Exploitation du Trafic)

 17A, Rue Zielbaum – BP 40

 67037 Strasbourg Cedex 2

 Frankreich

 Tel.: +33 388 56 61 00

 Hinweis: Bei Einfahrt über Kehl

 

Direction Départementale

 de l’Equipement de la Moselle

 17, Quai Richepanse

 57036 Metz Cedex

 Frankreich

 Tel.: +33 387 34 33 18

 Fax: +33 387 34 34 97

 Hinweis: Bei Einfahrt über Saarbrücken

 

Direction Départementale de l’Equipement-Nord

 44, Rue de Tournai, B.P. 289

 59019 Lille Cedex

 Frankreich

 Tel.: +33 320 40 54 54

 Fax: +33 320 06 83 24

 Hinweis: Bei Einfahrt über Valenciennes

 

Sicherheit

Schiffe mit Benzinmotoren mit einer Motorleistung größer oder gleich 4,5 kW müssen mit einer Vorrichtung zur automatischen Unterbrechung der Zündung oder Gaszufuhr ausgestattet sein.

Besondere Bestimmungen

Gebühren:

Die Benutzung der französischen Wasserstraßen ist gebührenpflichtig. Die Höhe der zu bezahlenden Gebühr richtet sich nach Bootslänge und Aufenthaltsdauer.

Die Vignette, die sichtbar am Schiff anzubringen ist, kann bei Voies Navigables de France (VNF) bestellt werden: http://www.vnf.fr/vignettesVNF/

Haustiere:

EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung. Identifikation des Tieres durch Mikrochip oder Tätowierung. Die Einreise mit Hunderassen der Arten American Staffordshire Terrier (Pit-Bull), Mastiff (Boerbull), Tosa und Rottweiler ist verboten oder unterliegt strengen Auflagen, die für Urlauber kaum zu erfüllen sind. Genaue Informationen erteilt die französische Botschaft: http://www.ambafrance-de.org/Haustiere-Einreisebestimmungen

Praktische Ratschläge

Keine Angaben

Wichtige Telefonnummern, Funkkanäle, Webseiten und nützliche Links

Notruf: 112

Seenotrettung: Funkkanal 16 oder per Telefon 196

 

 

 

Weitere Informationen

Sportbootvereinigung

Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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