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Internationaler Bootsschein

Zum Antrag für den Internationalen Bootsschein! (IBS)

Der Internationale Bootsschein für Wassersportfahrzeuge (IBS) ist ein in ganz Europa anerkanntes Bootsdokument.
Er wurde von den europäischen Staaten, die der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (ECE) angehören, zur Vereinheitlichung der bis dahin von Staat zu Staat unterschiedlichen Bootsdokumente erarbeitet und auf der Grundlage der revidierten ECE-Resolution Nr. 13 entwickelt.
Zur Ausstellung des IBS hat die Bundesregierung u. a. den DMYV ermächtigt.
Der IBS wird deutschen Bootseignern sowie ausländischen Bootseignern mit festem Wohnsitz in der Bundesrepublik ausgestellt. Auch juristische Personen können den IBS erhalten.
Welche Angaben enthält der IBS?

  • Name und Anschrift des Eigners
  • Beschreibung des Bootes (u. a. Name, Heimathafen, Hersteller)
  • Abmessungen des Bootes (Länge, Breite, Tiefgang etc.)
  • Motorisierung (u. a. Anzahl der Motoren, Fabrikat, Motornummer(n)),
  • Funkausrüstung (u. a. Sender, Rufzeichen, Gerätenummer)
  • Beiboot und sonstiges Zubehör Gemäß der Binnenschifffahrt-Kennzeichnungsverordnung ist die Nummer des IBS für das betreffende Boot zugleich dessen amtlich anerkanntes Kennzeichen.



Achtung!
Für die Neueintragung konformitätspflichtiger Boote in das IBS-Register ist uns zwingend eine Kopie der CE-Konformitätserklärung vorzulegen. Geschieht dies nicht, gilt die Nummer des ausgestellten IBS nicht als amtlich anerkanntes Kennzeichen.
Ihr Boot ist konformitätspflichtig, wenn es als Sportboot im Sinne der Verordnung über das Inverkehrbringen von Sportbooten vom 9. Juli 2004 (BGBl. I S. 1605) entweder nach dem 16. Juni 1998 erstmals auf dem Markt der Europäischen Gemeinschaft oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum in Verkehr gebracht worden ist, oder wenn es in einem der am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beigetretenen Staaten nach dem 30. April 2004 in Verkehr gebracht worden ist. Weitere Informationen über die Konformitätspflichtigkeit Ihres Bootes erhalten Sie bei dem Hersteller oder Händler.

Wozu wird der IBS benötigt?

  1. Eigentumsnachweis In Verbindung mit einem Personalausweis oder Reisepass wird der IBS von in- und ausländischen Behörden als Glaubhaftmachung des Eigentums anerkannt. Darüber hinaus geben die im IBS festgehaltenen Angaben bei Diebstahl, Verlust oder Havarie des Bootes wichtige Hinweise für Ermittlungsbehörden und Versicherer.
  2. Reisedokument Der IBS wird in allen europäischen Staaten und auch in Übersee als Reisedokument anerkannt. An Bord mitgeführt erleichtert er administrative Vorgänge im grenzüberschreitenden Verkehr, in Häfen und bei Behörden. Italienreisende (speziell Gardasee) können mit dem IBS ein "Certificato" erhalten. Dieses befreit Eigner von kleinen Booten von der strengen Ausrüstungspflicht. Der Eigner verpflichtet sich, die Mindestausrüstung gemäß „Certificato“ mitzuführen.
  3. Kennzeichenausweis Nach der Binnenschifffahrt-Kennzeichnungsverordnung darf ein deutsches Kleinfahrzeug auf den Binnenschifffahrtsstraßen nur geführt werden, wenn es mit einem gültigen amtlichen oder amtlich anerkannten Kennzeichen versehen ist. Kennzeichnungspflichtig sind im Einzelnen:
    · Wasserfahrzeuge mit Antriebsmaschine, deren effektive Nutzleistung mehr als 2,21 kW (3 PS) beträgt
    · Wasserfahrzeuge über 5,50 m Länge, die nur unter Segel fortbewegt werden können



Zur Kennzeichnung muss die IBS-Nummer samt Kennbuchstabe in mindestens 10 cm hohen arabischen Ziffern und lateinischen Buchstaben dauerhaft in heller Farbe auf dunklem Grund oder dunkler Farbe auf hellem Grund außen an beiden Bug- oder Heckseiten oder am Spiegelheck des Bootes angebracht sein. Der DMYV verwendet den Kennbuchstaben M.
Der IBS ist Kennzeichenausweis für das amtlich anerkannte Kennzeichen. Mit ihm kann die Zuteilung des am Boot angebrachten Kennzeichens nachgewiesen werden. Er ist an Bord mitzuführen und bei Kontrollen vorzulegen.

Achtung!
Wassermotorräder (Jetbike, Jetski, Wasserbob etc.) dürfen auf den Binnenschifffahrtsstraßen nur mit einem amtlichen Kennzeichen geführt werden. Die Nummer des für ein Wassermotorrad ausgestellten IBS darf somit auf deutschen Binnenschifffahrtsstraßen nicht als Kennzeichen benutzt werden.

Wie lange ist der IBS gültig?
Als Reisedokument darf der IBS bei Grenzübertritt nicht älter als zwei Jahre sein, muss für diesen Zweck also spätestens alle zwei Jahre verlängert werden. Im Inland ist der IBS als Kennzeichenausweis so lange gültig, wie sich an den eingetragenen Daten nichts ändert.

Änderungen
Nach der Binnenschifffahrt-Kennzeichnungsverordnung sind Sie verpflichtet, uns Änderungen der Bootsdaten, der Eigentumsverhältnisse oder der Anschrift des Eigentümers unverzüglich mitzuteilen. Beim Wechsel des Eigentümers geht das Kennzeichen auf den neuen Eigner über. Der IBS muss daher auf diesen umgeschrieben werden.

Was kostet der IBS?
Es werden folgende Kosten (einschließlich Nebenkosten) erhoben:

  • Euro 20,- bei Erstausstellung für Mitglieder eines DMYV-Verbandsvereins
  • Euro 25,- bei Erstausstellung für Nichtmitglieder eines DMYV-Verbandsvereins
  • Euro 18,- bei Änderungen und Verlängerungen



Für die schriftliche Bestätigung der Löschung eines Bootes aus dem IBS-Register werden Euro 15,- berechnet.
Die Gebühr wird mit Antragstellung fällig und ist bar, per Überweisung oder erteilter Einzugsermächtigung zu entrichten. (Einzugsermächtigung ist bei einer Löschung nicht möglich.)

Wo erhalte ich IBS-Antragsformulare?


Zum Antrag für den Internationalen Bootsschein! (IBS)

Deutscher Motoryachtverband e.V.
Vinckeufer 12 - 14
47119 Duisburg
Telefon: (02 03) 80 95 8-12
Telefax: (02 03) 80 95 8-58

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