Länderinformation für Skipper - Österreich

Thema

Nützliche Informationen

Demografische Daten (Bevölkerungszahl, Anzahl der Vereine/ Mitglieder/ Boote)

8,75 Mio. Einwohner; ca. 80-90 Motorbootclubs; ca. 3.000 registrierte Mitglieder (davon sind jedoch nicht alle Mitglied im Motorbootsport und Seefahrtsverband Österreich, MSVÖ)

Währung

Euro (€)

Notwendige Dokumente für die Ein-/Ausreise

EU-Bürger benötigen ein amtliches Ausweisdokument (Personal- oder Reisepass). Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren benötigen ein eigenes Ausweisdokument.

Erforderliche Bootsdokumente

Generell:

Motorboote sind zulassungspflichtig. Der Internationale Bootsschein (IBS) vom Deutschen Motoryachtverband wird als Registrier- und Eigentumsnachweis anerkannt.  Ferner wird ein Umsatzsteuerzahlungsnachweis von Bootsbesitzern innerhalb der Europäischen Union für alle Boote verlangt, die nach dem 1. Januar 1985 in Betrieb genommen wurden.

Speziell für den Bodensee gilt:

Alle Wasserfahrzeuge, mit Ausnahme von Fahrzeugen ohne Maschinenantrieb und einer Länge von weniger als 2,50m, sind kennzeichnungspflichtig.

Speziell für den Inn gilt:

Zum Befahren des Inn ist neben dem IBS grundsätzlich eine österreichische Zulassung erforderlich. Die Zulassung muss bei dem Bezirkshauptmann, in dessen Bezirk das Boot liegt, beantragt werden.

Versicherung

Eine Wassersporthaftpflichtversicherung ist nicht vorgeschrieben, jedoch empfehlenswert.

Führerschein- und Funkvorschriften

Führerschein:

Es besteht eine Führerscheinpflicht für Motorboote mit einer Motorleistung über 4,4 kW. Ausländische Bootsfahrer müssen den entsprechenden Führerschein ihres Heimatlandes besitzen.

Speziell für den Bodensee gilt:

Für den Bodensee ist ein Bodenseeschifferpatent der Kategorie A oder D erforderlich. Inhaber der Sportbootführerscheine Binnen oder See können einmal pro Jahr für einen Monat ein Ferienpatent beantragen.

Funk:

Für den Funkverkehr ist eine Lizenz notwendig. Vor dem Gebrauch eines Radars auf der Donau bei schlechten Sichtverhältnissen muss an einer Radar-Schulung für Binnengewässer teilgenommen werden.

 

Nachrichten für Seefahrer (NfS) bzw. die Binnenschifffahrt (NfB)

Nachrichten für die Binnenschifffahrt (NfB): http://nts.doris.bmvit.gv.at/

Militärische Übungsplätze

Keine

Großbaustellen

Werden in den NfB veröffentlicht.

Windparks

Keine

Umwelt- und Gewässerschutz

Auf dem Hauptstrom der Donau gibt es keine geschützten Bereiche, lediglich auf den Nebenflüssen.

Flaggenregeln

Es gelten die Flaggenregeln gemäß der seemännischen Praxis. Von Gästen wird erwartet, dass sie die Gastlandflagge auf der Steuerbordseite oder am Bug führen.

Wettervorhersage

Online unter: www.wetter.at/wetter/oesterreich

Häfen

Generell:

Häfen können im Donauhandbuch des MSVÖ nachgeschlagen werden. Clubhäfen sind in der Regel für Boote mit einer Länge von 10m beschränkt, kommerzielle Marinas für 14-15m lange Boote.

Regeln:

In Österreichischen Häfen gilt ab 22 Uhr die Nachtruhe.

Die meisten Häfen sind Clubhäfen. Gäste werden gebeten, den Hafenmeister nach Gastliegeplätze zu fragen. Telefonnummern können im Donauhandbuch des Motorbootsport und Seefahrtverband Österreich nachgeschlagen werden.

Geschwindigkeit

Generell:

Normalerweise gilt in allen Häfen eine Geschwindigkeits-beschränkung. Außerdem werden Bootsfahrer dazu angehalten, in Schleusen langsam zu fahren.

Speziell für den Bodensee gilt:

Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h.

Ausrüstung

Sicherheitsausrüstung:

Eine Sicherheitsausrüstung ist gesetzlich grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Abweichend davon ist auf dem Bodensee folgende Mindestausrüstung mitzuführen:

  • ohnmachtssichere Rettungsweste für jede an Bord befindliche Person,
  • Schwimmkörper mit Wurfleine,
  • Paddel oder Riemen,
  • Anker mit Leine oder Kette,
  • Festmacherleinen,
  • Bootshaken,
  • Feuerlöscher für jedes Fahrzeug mit Koch-/Heizeinrichtung oder Innenbordmotor, dessen Maschinenleistung über 4,4 kW bzw. Außenbordmotor, dessen Maschinenleistung über 7,4 kW liegt,
  • Kompass,
  • Werkzeugsatz,
  • Verbandskasten,
  • Mundsignalhorn,
  • rote Notflagge,
  • Notlaterne als Rundumlicht,
  • Lenzeinrichtungen.

Funk:

Funkausrüstung muss lizensiert sein. AIS-Geräte müssen den staatlichen Bestimmungen entsprechen. Boote, die mit AIS ausgestattet sind,  müssen zusätzlich dazu mit einer Funkanlage ausgestattet sein.

Ankerbojen für Boote

Nein

Ankerpunkte

Speziell auf der Donau existieren nur wenige Möglichkeiten zum freien Ankern.

Antifouling

Gemäß der Europäischen Biozid-Richtlinie.

Kraftstoffverfügbarkeit

In einigen kommerziellen Marinas kann Benzin getankt werden. Diesel eher selten. Weitere Informationen sind im Donauhandbuch des MSVÖ zu finden.

Erdgasverfügbarkeit

Gasflaschen sind in der Regel verfügbar.

Öffentlicher Verkehr

Informationen zu Zügen sind abrufbar unter: www.oebb.at

Ladenöffnungszeiten

Die Geschäfte sind sechs Tage in der Woche geöffnet. Samstags gelten eingeschränkte Öffnungszeiten.

Hinweise zum Trailern

An einigen Seen besteht die Möglichkeit, Segelboote zu trailern: Für Motorboote ist dies in der Regel untersagt.

 

Geschwindigkeitsbeschränkung für ein Trailergespann:

Innerorts 50 km/h. Außerorts und auf Autobahnen zwischen 70 km/h und 100 km/h, je nach Gewichtsverhältnis Zugfahrzeug und Anhänger sowie zulässigem Gesamtgewicht des Gespanns.

Höchstmaße für Trailergespanne

Gespanne dürfen in Österreich folgende Höchstmaße nicht überschreiten: 2,55 m Breite und 18,75 m Länge. Anhänger mit Deichsel: 2,55 m x 12 m. Gespanne, deren Abmessungen die zulässigen Grenzen überschreiten, benötigen eine Ausnahmegenehmigung. Nachfolgend aufgeführte Behörden bzw. Agenturen sind für die Erteilung dieser Ausnahmegenehmigung zuständig. Ämter der Landesregierung des jeweiligen Bundeslandes in dem der Grenzübertritt aus Deutschland erfolgt:

 

Amt der Oberösterreichischen Landesregierung

 Abt. Verkehr

 Bahnhofplatz 1

 4021 Linz

 Österreich

 Tel.: +43 732 77 20 155 61

 Fax: +43 732 77 20 211 688

 

Amt der Vorarlberger Landesregierung

 Römerstraße 22

 6901 Bregenz

 Österreich

 Tel.: +43 5574 511 21205

 Fax: +43 5574 511 921295

 verkehrsrecht@vorarlberg.at

Amt der Salzburger Landesregierung

 Postfach 527

 5010 Salzburg

 Österreich

 Tel.: +43 662 8042 4300

 Fax: +43 662 8042 4160

Amt der Tiroler Landesregierung

 Neues Landhaus

 6010 Innsbruck

 Österreich

 Fax: +43 512 508 2455

 verkehr@tirol.gv.at

 

Sicherheit

Verhaltensregeln:

In Schleusen ist das Tragen von Rettungswesten erforderlich.

Promillegrenze:

Für alle führerscheinpflichtigen Boote gilt eine 0,5 Promillegrenze.

Besondere Bestimmungen

Motorboote:

Motorboote unterliegen auf vielen österreichischen Binnengewässern zeitlichen Einschränkungen. Auf den Flüssen Inn und Donau können sie ganzjährig genutzt werden. Auf dem Bodensee gelten für Motorboote besondere Vorschriften, die in der Bodensee-Schifffahrtsordnung festgelegt sind. Auf der „Neuen Donau“ gibt es Teilbereiche, die nicht von Fahrzeugen mit Motor befahren werden dürfen.

Haustiere:

EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung, Identifikation des Tieres durch Mikrochip (Pflicht bei Erstkennzeichnung nach dem 3.7.2011) oder Tätowierung. Auf öffentlichen Wegen, Straßen, in Parks und Verkehrsmitteln müssen Hunde entweder an der Leine geführt werden oder einen Maulkorb tragen.

Praktische Ratschläge

Generell empfiehlt sich für einen Besuch mit dem Motorboot in Österreich die Fahrt auf der Donau. Neben vielen Vereinen befinden sich 10-15 kommerzielle Marinas entlang der Donau.

Wichtige Telefonnummern, Webseiten und nützliche Links

Motorbootsport und Seefahrtverband Österreich:

www.msvoe.at / +43 (0) 1 609 44 40

Notruf: 112

Polizei: 133

Feuerwehr:122

Medizinischer Notdienst: 144

 

Weitere Informationen

Sportbootvereinigung

Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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