Das QAW Siegel - Qualitätsausbildung im Wassersport

Im Rahmen der Deregulierungsbemühungen in der Sportschifffahrt haben die Regierungsparteien im Deutschen Bundestag am 29.11.2011 den Antrag "Neue Impulse für die Sportbootschifffahrt" eingebracht und diesen am 26. Januar 2012 beschlossen. U.a. wurden dabei folgende Forderungen formuliert.

"In Deutschland gibt es für die Wassersportschulen unterschiedliche Möglichkeiten, eine Anerkennung zu erhalten. Sportverbände und kommerzielle Ausbildungsdachorganisationen legen Ausbildungsstandards fest, die allerdings nicht miteinander harmonisiert sind und deren Einhaltung oft nicht kontrolliert wird. Darüber hinaus bilden viele Schulen aus, die keiner Organisation angeschlossen sind. Deshalb ist zu prüfen, ob ein einheitliches Zertifikat sinnvoll ist und wie es eingeführt werden kann.

Die Verbände und Vereine sind dabei zu unterstützen, anstelle der bislang für den Verbraucher nicht transparenten und aussagekräftigen Zulassung der Ausbildungsstätten ein einheitliches Qualitätssiegel zu schaffen, das Mindeststandards in der Ausbildung garantiert. Sollte bis Ende des Jahres 2016 kein deutlicher Fortschritt hin zu einem einheitlichen Qualitätssiegel erreicht worden sein, soll die Bundesregierung selbst die Initiative ergreifen, um allgemeine Mindeststandards sicherzustellen."

Um diesem Auftrag gerecht zu werden, haben sich die drei Wassersportverbände

  • DMYV - Deutscher Motoryachtverband e.V.
  • VDS - Verband Deutscher Sportbootschulen e.V.
  • VDWS - Verband Deutscher Wassersport Schulen e.V.

 

zur Arbeitsgemeinschaft Qualitätsausbildung im Wassersport - QAW zusammengeschlossen.

Zweck des Zusammenschlusses

Zweck des Zusammenschlusses ist es, einen nach einheitlichen Kriterien vergebenen gemeinsamen Qualitätsstandard für die angeschlossenen Ausbildungsbetriebe zu gewährleisten. Dadurch soll der wassersportsportinteressierten Öffentlichkeit eine Entscheidungshilfe bei der Auswahl einer qualifizierten Ausbildungsstätte ermöglicht werden. Gleichzeitig dient die erhöhte Transparenz der Abgrenzung gegenüber den undurchschaubaren, verwirrenden und damit unzumutbaren Offerten von nicht organisierten und unqualifizierten Anbietern. Weitere Schulverbände können nach Maßgabe dieses Vertrages beitreten.

Die vertragsschließenden Verbände vereinbaren auf der Grundlage ihrer vorhandenen verbandseigenen Richtlinien gemeinsame Qualitätskriterien. Sie verpflichten sich, durch Überwachung ihrer Mitgliedsschulen sicherzustellen, dass die QAW Standards nur unter Einhaltung der verbandseigenen Ausbildungs- und Anerkennungsrichtlinien vergeben werden.

Als Ausdruck dieser gemeinsamen Bemühungen wurde ein Qualitätssiegel entwickelt, dass die Mitgliedsverbände und ihre angeschlossenen Schulen für ihre Öffentlichkeitsarbeit einsetzen können.

Die gemeinsamen QAW Standards sollen gegenüber Behörden, sonstigen öffentlichen Stellen und anderen Verbänden als einheitliches Qualitätsstandard in der Wassersportausbildung propagiert werden. Gleichzeitig werden die Behörden und die öffentliche Stellen gebeten, die im Bundestagsbeschluss angebotene Unterstützung bei der Verbreitung des Qualitätssiegels in der Öffentlichkeit, aktiv zu forcieren.

Die Mitgliedsverbände verpflichten sich, sich gegenseitig über ihnen bekannt werdende Verstöße gegen Verpflichtungen dieses Vertrages zu informieren. Jeder Mitgliedsverband wird entsprechende Verstöße von Mitgliedsschulen unterbinden und ahnden, sobald ihm diese bekannt geworden sind.

Die Qualitätsstandards finden Sie hier

 

Weitere Informationen

Sportbootvereinigung

Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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