Wassersport-Infrastruktur auf der Saale

DMYV erörtert mit Behörden in Merseburg Möglichkeiten des Ausbaus

 

Anlass für die DMYV-Initiative waren Klagen aus der Motorbootszene über bürokratische Erschwernisse bei der Bildung neuer Stützpunkte für Motorboote; vor allem Gründe des Natur- und Landschaftsschutzes würden der Errichtung von Stegen angemessener Größe entgegengehalten, was auf eine dortige restriktive Einstellung der Behörden gegenüber dem motorisierten Wassersport hindeute.

 

In einem ersten Gespräch Anfang August mit Vertretern des Landkreises (Planungsamt, Bauamt, Wasserbehörde), der Stadt Merseburg (Standtentwicklungsförderung) und des WSA Magdeburg (Amt Merseburg) legten die Vertreter des DMYV (Raumordnung, Umwelt- und Naturschutz) zunächst die Bedeutung des motorisierten Wassersports (Wasserwandern als Bestandteil des Wassertourismus) anhand verbandseigner Studien (insbesondere Lahn-Erhebung 1994) dar unter Hinweis auf die der Lahn vergleichbaren Verhältnisse an der Saale. Die Behördenseite erklärte die grundsätzliche Übereinstimmung mit diesen Zielen. Nach eingehender Diskussion zu Fragen des Landschaftsschutzgesetzes und der Problematik des Bauens im Außenbereich und im Überschwemmungsgebiet ergab sich eine Diskussion zur Problematik der EU-Vogelschutz-Richtlinie, unter deren Regime die vom Verband ins Auge gefassten Flächen fallen.

Angesichts der Stringenz des Verbotsregimes dieses EU-Norm wurde klar, dass es aussichtslos war, das ursprüngliche Standortkonzept weiter zu verfolgen. Zurückkommend auf die auch wirtschaftlich günstigen Folgen des Wasserwanderns für Stadt und Region (vgl. Lahn) schlug die Behördenseite vor, einen stadtnahen Standort für einen Sportboothafen in der Regie der Stadt und des Landkreises zu finden, der durch die Nähe zur Stadt für Wasserwanderer attraktiv sei und aus rechtlicher Gesamtsicht keine unüberwindbaren Schwierigkeiten bietet. Dem dringenden Wunsch des DMYV, dort einem in Gründung befindlichen Club einen dauerhaften gesicherten Standort zu angemessenen Bedingungen zu gewähren, stimmten die Behördenvertreter zu.

Das Angebot des Verbandes, ein Anforderungsprofil hinsichtlich einer erforderlichen Ausstattung, der Größe von Stegen und Wasserfläche und der Mindestabstände zu erstellen, wurde dankbar begrüßt. In einer weiteren Runde soll diese Ausarbeitung miteinander erörtert und zur Verwirklichung verabschiedet werden. Der Landkreis wird gemeinsam mit Stadt, Bauamt und Wasserbehörde Standorte aussuchen und zugleich die Finanzierung klären, mit der die Wassersportseite, wie ausdrücklich zugesagt wurde, „nichts zu tun“ hat. Bis April 2007 soll das realisierbare Konzept und die Finanzierung geklärt sein.

Heers

 

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