Unfall mit eigenem Pkw bei Vereinsfahrt

Nicht selten führen Mitglieder mit ihrem privaten Pkw Fahrten für ihren Sportverein durch. Solange die Fahrten problemlos ablaufen, ist alles in Ordnung.

 

Wird der private Pkw auf einen solchen Fahrt aber in einen Unfall verwickelt und beschädigt und muss er gar geborgen und/oder abgeschleppt werden, stellt sich für das Mitglied und den Verein die Frage, wer den Schaden trägt.

 

Muss das Mitglied die Pkw-Haftpflichtversicherung in Anspruch nehmen, was zur Rückstufung und damit zu Prämienmehrbelastungen führt. Trägt  bei einer bestehenden Fahrzeug-Vollversicherung (Vollkasko) das Vereinsmitglied auch diese Mehrprämien, falls die Versicherung in Anspruch genommen werden muss. Und sollte der Unfall noch ein gerichtliches Verfahren nach sich ziehen, muss das Mitglied auch diese Kosten tragen. Falls ja, wird sich kein Mitglied mehr bereit finden, mit seinem privaten Pkw für den Sportverein ein Fahrt durchführen.

 

Haftet hingegen der Verein seinem Mitglied für diese Schäden, so stellen Fahrten mit dem privaten Pkw eines Mitgliedes für den Verein ein unkalkulierbares Risiko dar.

 

Für den Verein kann die Lösung darin bestehen, eine Sportversicherung mit einer Kfz-Zusatzversicherung abzuschließen. Gegenstand der Versicherung ist die gesetzliche Haftpflicht der Vereine aus Ansprüchen wegen Unfallschäden an Fahrzeugen, die im Auftrag des versicherten Vereins anlässlich satzungsgemäßer, versicherter Veranstaltungen eingesetzt werden. Deckungsumfang und Risikoausschlüsse ergeben sich aus den entsprechenden Versicherungungsbedingungen des einzelnen Versicherers.

 

Jeder Vereinsvorstand sollte klären, ob sein Verein eine solche Versicherung abgeschlossen hat. Falls nicht, sollte mit einem Fachmann geklärt werden, ob für den Verein der Abschluss einer solchen Versicherung Sinn macht.

 

Wolfgang Bleser, Cochem

Rechtsanwalt und

Syndikus des DMYV e.V.

 

 

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