Umweltschutz in den Köpfen verankern – Sportschiffe ökologisch reinigen

Schiffsausrüster Hermann Lohmann startet neues Umweltprojekt in der Sportschifffahrt, Deutscher Motoryachtverband ist Projektpartner

Nach dem erfolgreichen Umweltprojekt in der Berufsschifffahrt startete das Unternehmen H. Lohmann Schiffs- u. Industriebedarf  aus Haren Ende Oktober dieses Jahres mit einem neuen Umweltprojekt in der Sportschifffahrt. Gerade Sportbootfahrer legen viel Wert auf ein sauberes Schiff und ein glänzendes Deck. Ohne Zusatz von Reinigungsmitteln klappt das in der Regel nicht. Damit nicht zu viele Reinigungschemikalien eingesetzt werden und die Umwelt unnötig belasten, hat Hermann Lohmann ein neues Umweltprojekt ins Leben gerufen, das Sportbootvereinen, Yachthäfen, Charterfirmen und sonstigen Freizeitkapitänen eine ökologische Art der Reinigung aufzeigt. „Ziel ist es, den Wert des Elements Wasser stärker in den Köpfen der Akteure zu verankern und das ökologische Reinigen von Schiffen mit in die Ausbildung der Sport- und Motorbootführerscheine einfließen zu lassen“, betonte Hermann Lohmann.

Gefördert wird das Umweltprojekt von der DBU (Deutsche Bundesstiftung Umwelt) mit Sitz in Osnabrück. Die DBU fördert im Schwerpunkt kleine und mittelständische Unternehmen bei innovativen und beispielhaften Umweltprojekten. Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und wird mit einer Summe von 125.000,- Euro gefördert.

Das Umweltprojekt knüpft an die Erfolge des ähnlichen Projekts in der Binnenschifffahrt an. Dort wurde ein umweltfreundliches Mehrwegsystem entwickelt und in den Markt eingeführt. Das System verringert den Reinigungsmitteleinsatz im Schnitt um 65 %. Im neuen Projekt steht die Sensibilisierung der Sportbootschifffahrt im umweltgerechten Umgang mit Reinigungschemikalien im Fokus. Dafür wird ein entsprechendes Schulungsprogramm entwickelt und Vereinen, Sportbootschulen und Yachthäfen zur Verfügung gestellt. Dabei sollen zum Beispiel der Gewässerschutz, umweltbewusstes Waschen sowie der Einsatz von modifizierten Mehrwegbehältern thematisiert werden. Kinder und Jugendliche werden eine besondere wichtige Zielgruppe sein, für die spezifische Angebote erarbeitet werden. Ihnen soll anhand von Flyern, Broschüren und Veranstaltungsangeboten der Wert des Elements Wasser spielerisch verdeutlicht werden.

Zusätzlich wird in dem Projekt ein „Umweltmobil“ in Sportboothäfen zur Beratung und Information auf Veranstaltungen, wie Hafenfesten oder Regatten, eingesetzt werden. Weiter sind Aktionen und Präsentationen auf Bootsmessen geplant.

Unterstützt wird das Projekt vom Zentrum für Wasser- und Umweltforschung der Universität Duisburg-Essen (ZWU), vom Deutschen Motoryachtverband e.V. aus Duisburg und der Motorbootschule Marinapark in Walchum.

Am 4. Dezember 2012 wurde bereits der erste Workshop in der DMYV-Geschäftsstelle in Duisburg mit den Projektpartnern veranstaltet.

 

Weitere Informationen

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Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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