Richtiges Verhalten bei der Fahrt auf dem Rhein!

Ein Schiffseigner ist mit seiner Motoryacht auf dem Rhein außerhalb der Fahrrinne auf Grund gelaufen. Die Yacht-Kasko-Versicherung lehnte die Regulierung des Schadens ab mit der Begründung, der Versicherungsschutz sei ausgeschlossen, weil der Schiffseigner grob fahrlässig gehandelt habe. Die hiergegen erhobene Deckungsklage blieb ohne Erfolg. Das Oberlandesgericht Köln beurteilte das Verhalten des Schiffseigners als grob fahrlässig.

 

Es führt für die Bejahung der groben Fahrlässigkeit in den Gründen unter anderem aus:

 

»ein weiterer besonders gravierender Fehler des Klägers ist darin zu erblicken, dass er die Yacht in jenem Streckenabschnitt ohne Not außerhalb der Fahrrinne geführt hat. Unstreitig ist die Fahrrinne des Rheins im Unfallbereich nicht durchgehend durch Tonnen gekennzeichnet. Auch in der Karte des vom Kläger auf der Fahrt mitgeführten Rheinhandbuchs ist die Fahrrinne nicht eingezeichnet. Der Rhein ist ein für die Schifffahrt nicht ungefährlicher Strom. Allein innerhalb der Fahrrinne wird die Freiheit von Hindernissen gewährleistet. Außerhalb muss stets mit Untiefen, insbesondere auch in Form von Steinen, Felsen gerechnet werden. Der Kläger hätte daher unter den gegebenen Umständen auf jeden Fall dort fahren müssen, wo die Berufsschifffahrt fuhr; denn deren Kurs ist das einzig sichere Indiz für den Verlauf der Fahrrinne. [...]«

 

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