Noch richtig versichert?

Die Wintermonate sollten nicht nur für die Reparatur- und Pflege-/Wartungsarbeiten am Schiff genutzt werden, es sollten auch die das Boot betreffenden Versicherungen (Haftpflicht- , Yacht-Kasko und eventuell Rechtsschutzversicherung) zur Hand genommen werden, um zu klären, ob ausreichender  Versicherungsschutz besteht. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die Versicherungsbedingungen zu richten, und hier insbesondere auf die Bestimmungen zum Geltungsbereich der versicherten Sachen, den Umfang der Haftung und den Ausschlüssen des Verkehrsschutzes.

Der Geltungsbereich regelt das Fahrgebiet, für welches Versicherungsschutz besteht.

Beim Gegenstand der Versicherung sollte darauf geachtet werden, ob das Fahrzeug, das Zubehör, das Inventar, das Beiboot, die persönlichen Effekten und – ganz wichtig – ob auch die Maschinenanlage versichert sind. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen, welche Gegenstände nicht versichert sind.

Aus den Bestimmungen über den Umfang der Versicherung lässt sich ableiten, ob Gegenstand der Sportbootversicherung nur solche Schäden sind, die auf Gefahren zurückzuführen sind, welche die zu Grunde liegenden Bedingungen bestimmen oder ob es sich um eine so genannte „Allgefahrendeckung“ handelt, bei denen der Versicherter für alle Gefahren, denen die versicherten Sachen ausgesetzt sind, haftet, soweit nicht die Bedingungen die Allgefahrendeckung einschränken.

Schließlich sollte ein Blick auf die Bestimmungen geworfen werden, in denen der Ausschluss des Versicherungsschutzes geregelt ist.

Bei dieser Gelegenheit sollten auch die Bestimmungen über die Obliegenheitspflichten des Versicherungsnehmers gelesen werden. Vielfach führt nämlich eine Verletzung der Obliegenheiten durch den Versicherungsnehmer dazu, dass der Versicherer nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen des Versicherungsvertragsgesetzes von der Verpflichtung zur Leistung frei wird.

Wird Rechtsschutz für das Sportboot gewünscht, ist bei bestehender Rechtsschutzversicherung anhand der Bedingungen zu klären, ob der Versicherungsschutz sich auch auf das Sportboot bezieht oder ob mit Maschinenkraft betriebene Wasserfahrzeuge vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Falls kein Versicherungsschutz besteht, müsste ein entsprechender Versicherungsschutz beantragt werden.

Hilfreich ist bei nicht eindeutiger Sachlage den zuständigen Versicherungsvertreter oder versierte rechtliche Hilfe zur Klärung in Anspruch zu nehmen.

W. Bleser  Rechtsanwalt und Syndikus des DMYV e.V.

 

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