„Im Zeichen des Fisches wollen wir feiern“

60 Boote erhielten beim 1. Boots-Gottesdienst im Hafen in Haßfurt den Segen

Am Samstag wurde Haßfurt Zeuge eines einzigartigen Ereignisses: zum ersten Mal fand auf Initiative des 1. Motorbootclubs Obertheres (MBCO) ein Boots-Gottesdienst im Hafen statt. Pfarrer Roland Breitenbach von der Pfarrei St. Michael in Schweinfurt feierte den Wortgottesdienst unter dem Thema „Ein Boot braucht Wasser unterm Kiel, der Mensch braucht Gott in seinem Leben“  und erteilte den 60 anwesenden Booten den Segen.
Es war ein bisschen so wie einst am See Genezareth, als Jesus von einem Boot aus den Menschen am Ufer seine frohe Botschaft verkündete. Nur dass beim 1. Boots-Gottesdienst in Haßfurt Pfarrer Breitenbach von einer Arbeitsplattform des Wasser- und Schifffahrtsamtes Schweinfurt aus einen Gottesdienst hielt und die Menschen auf den Booten im Wasser sowie am Kai mitfeierten. Dabei bot sich den Gästen von den Ufern des Hafens aus ein prächtiger Anblick: 60 Sportboote, Motorboote und Yachten, darunter die Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Haßfurt, Zeil und Wülflingen, des Technischen Hilfswerk, der DLRG und der Wasserwacht Haßfurt sowie der Wasserschutzpolizei Schweinfurt schmiegten sich im Hafen dicht an dicht vor dem Altar, der auf der Plattform errichtet worden war. Dort hieß Heinz Fick, Vorsitzender des MBCO, die Besucher willkommen. „Die Idee für diesen Gottesdienst wurde bei einer Umweltveranstaltung in Obertheres mit dem Polizeihauptkommissar Roland Merz von der Wasserschutzpolizei Schweinfurt geboren“, sagte er. Er freue sich, dass immerhin 60 Boote vom 1. Motor- und Wasserskiclub Bamberg, Motorboot- und Segelbootclub Coburg, Yachtclub Eltmann, 1. Schwimmclub 1913 Schweinfurt, Schweinfurter Ruderclub Franken von 1882 und vom MBCO gekommen seien. Außerdem sei er über die Unterstützung durch das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), die Wasserschutzpolizei und die Rettungsdienste sehr froh. „Die Idee zu dem Boots-Gottesdienst ist nicht von ungefähr bei einem Umweltseminar entstanden“, so Fick weiter, „denn wir Bootsfahrer lieben die Natur und unsere Umwelt, wollen sie schützen und dazu beitragen, sie für künftige Generationen zu erhalten.“
Mit Liedern, die gleichzeitig einen Bezug zur Schifffahrt und zum Glauben haben, wie „Im Zeichen des Fisches wollen wir feiern“ oder „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“, bereicherte die Band „Sag Ja!“ den beeindruckenden Gottesdienst. Pfarrer Breitenbach hatte ein Faltblatt mit den Liedern und Gebeten an die Besucher ausgeteilt und ihnen eine Postkarte im Großformat mit dem Thema und einem Gebet geschenkt, so dass alle mitsingen und mitbeten konnten. In seiner Predigt erinnerte er daran, dass Jesus das Wasser und die Fahrt mit dem Schiff geliebt habe. „Das Neue Testament berichtet oft davon: von ruhigen Aus- und Überfahrten, von bewegten und stürmischen Situationen.“ Und Jesus habe diese Erfahrungen als Bilder für das Leben genommen; dafür, dass sich das Leben wandelt. Vielleicht habe Jesus dem Fischer Petrus die Leitung seiner Kirche anvertraut, weil Fischer jeden Tag einen neuen Weg fahren müssten, um den Fischen zu folgen. „Das Wasser lehrt uns, dass alles Bewegung, Veränderung und Wandlung ist“, so Breitenbach. Bewegung, Veränderung und Wandlung seien auch die Kennzeichen Jesus gewesen, der mit Phantasie, Mut und Vertrauen neue Wege gegangen sei. So wie das Wasser unterm Kiel ein Boot trage, so trage auch der Glaube den Menschen. Jesus habe versprochen, dass die Menschen darauf vertrauen könnten, dass ihr Lebensboot stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel haben werde. „Es wird nicht auflaufen, sondern einen sicheren Hafen finden.“
Die Kollekte, die das THW und die Feuerwehr von ihren Booten aus einsammelten, wird dem sozialen Schweinfurter Projekt „Die Brücke“ zugute kommen. Nach dem Friedensgebet und dem Segen für die Bootsfahrer und Besucher taufte Breitenbach mit einem Schluck klaren Mainwassers das Boot von Stefan Wagenhäuser aus Untertheres, einem Mitglied des MBCO, auf den Namen Katharina. Während dann die vielen Boote mit einem Hupkonzert für den Gottesdienst dankten eines nach dem anderen den Hafen in Richtung Heimat verließen, segnete Pfarrer Breitenbach die neue Schleusenfernsteuerzentrale des WSA ebenfalls mit Wasser aus dem Main.

 

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