Gelegenheit macht Diebe

Eine Aktion der Wasserschutzpolizeien Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen gegen die Bootsschieber-Szene nahm der Hessische Landesverband Motorbootsport zum Anlass diese Aktivitäten zu unterstützen. Gastgeber war der Wiesbadener Yachtclub. Bei der Aktion  wurden mit geringem Aufwand Außenbordmotore oder andere nautische Ausrüstungsteile durch Gravieren zu einem individuellen Gegenstand, der bei Dieben dann nicht mehr so beliebt ist. Das System beruht auf einer einfachen Verschlüsselung der persönlichen Adress-Daten. In Hessen wird der Gemeinde- und den kommunalen Strassenschlüssel genutzt. Der Code wird so angebracht, dass er nicht wieder entfernt werden kann. Durch die Selbsterklärung dieses Systems, kann die Polizei leicht den Eigentümer eines codierten Gegenstandes ermitteln. Anderseits können entwendete Objekte bei einer Kontrolle jederzeit als fremdes Eigentum identifiziert und zugeordnet werden. Damit werden die Fahndungs- und Ermittlungsmöglichkeiten der Polizei ungemein unterstützt. Jeder Bootseigner, der diesen Dienst in Anspruch nahm, bekam einen Bootspass, in den die eingravierte Nummern, die Gravurstellen sowie alle anderen Daten des Bootes und der Ausrüstung eingetragen wurden. Zusätzlich bekam jeder Eigner einen wasserfesten Aufkleber, der gut sichtbar angebracht auf die Codierung hinweist und somit Diebe und andere lichtscheue Gestalten abschrecken soll. Unschöne Erinnerungen werden wach, wenn man die Geräusche des Werkzeuges hört, es erinnert allzu sehr an schmerzhafte Zahnarztbesuche. Sorgfältig werden die Ziffern der Codierung, die sich aus Wohnort, Straße, Hausnummer und Initialen des Besitzers zusammensetzt, in den Außenborder graviert. Ein rotes Stoppschild ist zu sehen, das Emblem der Polizei sowie ein fettgedrucktes „Finger weg! Boot und Zubehör sind codiert.“ Abzulösen ist der haftende Hinweis anschließend nicht mehr. Reste abgekratzter Aufkleber lassen die Polizei bei Kontrollen sofort stutzig werden. Besonders das Verschwinden kleiner Sportboote und Außenbordmotore ist zur Zeit mehr und mehr zum Problem geworden. Durch den enormen Anstieg der Diebstähle im kompletten Bundesgebiet in den Jahren 2001 und 2002 hatte sich die Wasserschutzpolizei verstärkt Gedanken gemacht über Präventionsmöglichkeiten. Die Wasserschutzpolizeien mehrerer Bundesländer einigten sich auf eine Kennzeichnung nach dem Vorbild der Fahrrad-Codierung. Bei den Bootsbesitzern fand die Aktion der Wasserschutzpolizei reges Interesse. Insgesamt wurden 32 Außenbordmotoren, drei Boote und vier sonstige nautische Geräte mit eine Identifizierungs-Nummer und einem Warnaufkleber versehen.

 

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