Fußballweltmeisterschaft 2006 – zu Gast auf dem Main

Fußball und Schifffahrt?

Bekannt ist, dass im Zeitraum vom 9. Juni bis zum 9. Juli 2006 die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland stattfindet. Bekannt ist auch, dass an den Spielorten Live-Übertragungen der Spiele vorgesehen sind. Überraschend war allerdings die im Sommer 2005 veröffentlichte Ankündigung der Stadt Frankfurt, für die Übertragungen einen Ponton auf dem Main zu nutzen. Die Auswirkungen der sogenannten „Main-Arena“ auf die Schifffahrt waren in dieser kreativen Phase sicherlich den wenigsten Beteiligten bewusst.

Inzwischen hat  die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) zusammen mit dem Veranstalter und der hessischen Wasserschutzpolizei (WSP) die Idee zu einem genehmigungsfähigen Vorhaben weiterentwickelt.

 

Die Mainarena

Die Tourismus + Congress GmbH der Stadt Frankfurt (TCF) möchte bei Main-km 35,8 zwischen Alter Brücke und Ignatz-Bubis Brücke in der Flussmitte eine Pfahlkonstruktion mit zwei Großbildleinwänden (LED) errichten. Von beiden Ufern aus können die Zuschauer täglich die Übertragungen der Spiele vom Nachmittag bis nach Mitternacht verfolgen. 

 

Von der Idee zur Genehmigung

Bevor die Idee zur Realität werden konnte musste das Wasser- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg (WSA) allerdings zunächst eine Herausforderung meistern. Die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf dem Main darf durch die Wünsche des Veranstalters nicht unverhältnismäßig beeinträchtigt werden. Dazu hat das WSA Aschaffenburg eine Verkehrsregelung entwickelt, die es ermöglicht, die Pfahlkonstruktion aufzustellen, ohne die Schifffahrt maßgeblich zu behindern.

Zu kurzen Sperrungen der Schifffahrt wird es nur während der Auf- und Abbauphase kommen. Der Zeitraum, in dem die Schifffahrt behindert wird, ist von drei auf zwei Monate reduziert worden. Nachdem diese Punkte geklärt sind, wird das WSA Aschaffenburg die notwendige strom- und schifffahrtpolizeiliche Genehmigung erteilen.

 

Die Verkehrsführung

Die Übertragungsplattform verursacht eine Engstelle im Main, die für die Berufsschifffahrt nach Funkabsprache im Einbahnverkehr zu passieren ist. Das Begegnungsverbot besteht zwischen dem Eisernen Steg (Main-km 34,8) und der Flößerbrücke (Main-km 36,2). Um die verbleibende Fahrrinne nicht zusätzlich durch die Sport- und Freizeitschifffahrt zu belasten, wird eine gesonderte Kleinfahrzeugfahrrinne eingerichtet. Durch diese Trennung der Verkehre kann die Schifffahrt den Veranstaltungsbereich weitgehend störungsfrei passieren. Zusätzlich verbessert im Bereich der Mainarena ein generelles Liegeverbot zwischen Main-km 35,5 und 36,0 die Übersichtlichkeit im Verkehrsgeschehen. Aufgrund der Bedeutung der Veranstaltung wird die WSP permanent vor Ort sein, für Sicherheit sorgen und die Verkehrsregelung überwachen.

 

Sonst noch was....

Neben den Übertragungen in der Mainarena sind vom 3. bis 5. Juni Projektionen von Fußballmotiven auf Hochhäuser der Frankfurter City geplant. Die „Sky-Arena“ beginnt jeweils um 23:00 Uhr und dauert ca. eine Stunde. Den Abschluss der Frankfurter WM Aktivitäten bildet am 9. Juli von 23:30 bis 24:00 Uhr ein Feuerwerk an der Untermainbrücke. Für die Dauer dieser Vorführungen wird die Schifffahrt voraussichtlich gesperrt. Auf Sperrungen für die Durchführung von Drachenbootrennen im Rahmen des Museumsuferfestes wird dafür in diesem Jahr verzichtet.       

 

Weitere Informationen

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Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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