Die Nationalmannschaft 2011 in St. Petersburg

Am Anfang stand das Trainingslager

Wer zur Weltmeisterschaft und Europameisterschaft reist, sollte vorbereitet sein, denn die Konkurrenz schläft nicht. Mit diesem Wissen veranstaltete die DMJ ein viertägiges Vorbereitungstrainingslager für den Nationalkader der Deutschen Motorbootjugend im DMYV in Berlin.
Auf dem Trainingsplan standen sowohl die theoretische Vorbereitung, der Ablauf, das UIM-Regelwerk genauso wie viel praktisches Training im Manövering und Parallelslalom. Frühsport und Erholungsphasen bereiteten die Sportler auf die anstrengenden Tage fern der Heimat vor.
Auf nach St. Petersburg
Nach 4 anstrengenden Trainingstagen ging es am Mittwoch, den 03.08.2011, endlich los. Mit dem Weltpokal im Gepäck, der dieses Jahr wieder erobert werden sollte, ging es per Flieger in die frühere russische Hauptstadt St. Petersburg, der Stadt Peters des Großen und Katharina der Großen. Hier wurden die Sportler dann auch ganz standesgemäß im Katharinenpalast, zumindest einem Seitenflügel davon, untergebracht. Das „official-hotel“, in dem sich aller Turnierteilnehmer zu den offiziellen Anlässen trafen, war etwas entfernt. Der Weg dorthin ermöglichte aber einen ersten Blick auf die Rennstrecke, auf der die Wettbewerbe der folgenden Tage ausgetragen werden sollten.

Was dem Fußballer seine Stollenschuhe sind, ist dem Schlauchbootfahrer sein Boot. In fremden Schuhen zu laufen ist genauso schwierig, wie Höchstleistungen in fremden Booten zu erbringen. Diese Erkenntnis mussten die zehn deutschen Jugendlichen am Donnerstagnachmittag machen. Die russischen Boote verhielten sich auf dem Wasser ganz anders als gewohnt. Die Boote rutschten wie auf einer Eisbahn, so dass es anfangs unmöglich war, keine Boje zu treffen. Doch zwei Stunden Training waren eine lange Zeit und zum Ende hin waren alle dankbar, dass es vorbei war.

Die Wettbewerbe

Das Turnier, die Welt- und Europameisterschaft in der Formula Future, wurde am Freitagmorgen offiziell eröffnet. Das Starterfeld umfasste insgesamt nur 35 Starter, davon zehn aus Russland, zehn aus Deutschland, sechs aus Polen und der Rest teilte sich dann auf sechs weitere Nationen – Lettland, Estland, Litauen, Ukraine, Weißrussland und Italien auf. Die mangelnde Teilnahme nahm der Veranstaltung viel von dem Charme vergangener Jahre.

Zu Beginn der Wettbewerbe kam eine weitere Umstellung für die Jugendlichen. Sie mussten mit russischer Sicherheitskleidung, einer großen sperrigen Feststoffweste mit Kragen und Motorradhelmen antreten.

Die Läufe im Manövering – eigentlich die Königsdisziplin unseres Nationalkaders - sowohl in der EM als auch in der WM liefen nicht so erfolgreich wie gewünscht. Die Russen kannten einfach ihre Boote und belegten fast überall Platz 1 und 2. Nichtsdestotrotz lies sich der Kader nicht hängen. Die Motivation den Weltpokal wieder für sich zu gewinnen war groß. Der Bundestrainer Serverin änderte nach den Läufen im Manövering die Strategie und hoffte den verlorenen Boden am folgenden Tag im Parallelslalom wieder gutmachen zu können.
Die Wettbewerbe begannen dann am Samstag schon früh am morgen, da die Rennstrecke und der umgebende Park um 15 Uhr komplett für eine andere Veranstaltung geschlossen wurde. So hieß es morgens EM- und ab mittags WM-Parallelslalom. Jetzt ging die Strategie auf, fast alle Starter durchlebten jeweils die Vorrunden und wollten am nächsten Tag um die Platzierungen kämpfen. Nur bei der Klasse 3 stieg dann der 8PS Mercury aus, und die Klasse 3 sollte ihre Vorrunden zur WM dann am Sonntag fahren.
Am Sonntagmorgen war für den Deutschen Nationalkader klar, der Weltpokal würde für ein Jahr eine neue Heimat bekommen. Aber neben dem Erfolg, sowohl in der Welt- wie in der Europameisterschaft jeweils den zweiten Platz in der Teamwertung errungen zu haben zählte die Gemeinschaft, zusammengeschweißt durch ein langes Abenteuer am meisten.

 

Die Ergebnisse finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Motorbootjugend im DMYV ->

 

 

Weitere Informationen

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Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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