Das Sportbootzertifikat Motor bis 15 PS

Das Erleben von Freiheit und Selbstbestimmung abseits des oftmals stressigen Alltags und an Bord des eigenen Motorbootes ist der Traum vieler Menschen und seit mehr als hundert Jahren gleichzeitig auch die wesentliche Motivation vieler Wassersportbegeisterter. Sie haben es geschafft, dass die Sportschifffahrt auf den Binnen- und Seerevieren Deutschlands mittlerweile zum Volkssport geworden ist.
Die Reviere, auf denen heute Wassersport betrieben wird, sind sowohl zahlreich als auch sehr unterschiedlich. Motorbootfahrer findet man auf kleinen und großen Flüssen, Seen, Kanälen, dem Wattenmeer, den Küstengewässern und der offenen See. Und genauso vielfältig sind auch die verschiedenen Motorboote, die auf diesen Revieren fahren, angefangen beim Schlauchboot bis hin zum Motorkreuzer für die große Fahrt.
Betrachtet man die Anzahl der schweren Unfälle im Bereich des Wassersports so sind diese glücklicherweise nur gering. Der wesentliche Grund für diesen Umstand ist die deutschlandweit organisierte Ausbildung rund um den Wassersport und darüber hinaus auch das ständig verbesserte Material, das zum Einsatz kommt.
Allerdings stellt der wachsende Verkehr in den vom Wassersport genutzten Fahrrevieren für den Bootsführer eine wachsende Herausforderung dar. Unabhängig von der Verkehrsdichte gilt für den Bootsführer jedoch in jedem Fall:
Das sichere Betreiben des Motorbootes ist grundsätzlich oberstes Gebot.

Seit Oktober 2012 ist in Deutschland eine Ausweitung des führerscheinfreien Bereichs in Kraft (Bundestagsbeschluss 17/7937). Die Neuregelung besagt, dass Boote mit einer Leistung von bis zu 15 PS (11,03 KW) führerscheinfrei und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung von Personen ab 16 Jahren gefahren werden dürfen (mit Ausnahme des Rheins und des Bodensees).

Um das sichere Betreiben von Sportbooten mit einer Antriebsleistung von bis zu 15 PS weiterhin zu gewährleisten, haben der Verband Deutscher Sportbootschulen e.V. (VDS) und der Deutsche Motoryachtverband e.V. (DMYV) Anfang 2013 das Sportbootzertifikat Motor eingeführt. Sicherheit an Bord und der seemännisch richtige Umgang mit dem Boot stehen klar im Fokus der praxisnahen Schulung. Wichtigstes Ausbildungsziel ist der Erwerb der notwendigen Kenntnisse und der praktischen Fähigkeiten zum Führen eines solchen Bootes; weniger das Abarbeiten unzähliger Prüfungsfragen.

Im Rahmen eines Einweisungskurses sollen den Teilnehmern die theoretischen und praktischen Grundkenntnisse, die zum Führen eines führerscheinfreien Sportbootes erforderlich sind, vermittelt werden.
Inhalte der theoretischen Ausbildung sind Verkehrsvorschriften, Wetterkunde sowie Natur- und Umweltschutz. Inhalte der praktischen Ausbildung sind Seemannschaft (Tauwerk/Knoten und Antriebs- und Bootstechnik) sowie Manövertraining. Zur Vertiefung erhält der Teilnehmer ein Lehrbuch.

Sportbootzertifikate und Lehrbücher sind für die anerkannten Ausbildungsstätten des DMYV ab sofort über die Geschäftsstelle in Duisburg erhältlich.

Abschließend ist drauf hinzuweisen, dass es sich bei dem Sportbootzertifikat nicht um eine Fahrerlaubnis, sondern eine freiwillige Ausbildungsbescheinigung zur eigenen Sicherheit bzw. zur Vorlage bei Versicherern oder Vermietern handelt.

 

Weitere Informationen

Sportbootvereinigung

Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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