Bericht über die U.I.M.-Hauptversammlung vom 5.11.-11.11.08 in Antalya

Die Woche war zunächst geprägt von der anstehenden Wahl des neuen Präsidenten. Der Senior-Vicepresident Charlie Strang als der derzeitig amtierende Präsident sprach von einer historischen Phase, da bisher ganz selten mehr als ein Kandidat sich für diese Aufgabe bereit fand und nun 6 Bewerber um diesen Posten kämpften, der nach einer fast 20-jährigen Präsidentschaft von Ralf Fröhling durch seinen überraschenden Rücktritt Anfang des Jahres frei wurde. So war die Rekordbeteiligung mit 38 Nationen und fast 160 Teilnehmern dem Anlass angemessen.

 

In der Woche selbst fanden viele Meetings der verschiedenen Kommissionen statt, in der die eingereichten Vorschläge diskutiert und „vorbehandelt“ wurden. Im Umfeld wurden ebenfalls viele Gespräche mit den Vertretern der anderen Nationen geführt, um neue Kontakte aufzunehmen oder bestehende zu vertiefen.

 

Der Vertreer des DMYV, Herr Komm, hat an allen Meetings (bis auf Offshore und Aquabike) teilgenommen und konnte über die WM der Formula Future berichten. Diese Veranstaltung wurde von den Vertretern der Nationen, die dabei waren, sehr gelobt und dieses Lob darf an dieser Stelle weiter gegeben werden. Vor allem vor dem Hintergrund der Geschehnisse in Italien sprach der Vorsitzende der Kommission, Herr Kroonenberg, von einer perfekten Auswertung und Durchführung. Dennoch sind auch einige Vorschläge zur Hauptversammlung ein Ausfluss der Erfahrungen aus der letzten Veranstaltung. So wurde beschlossen, dass dem OOD (Rennleiter) ein vorher zu benennender Übersetzer an die Seite gestellt wird, sofern der OOD des Englischen nicht mächtig ist, und dass ein Training nur für alle Nationen angesetzt wird (genauer Wortlaut s. Proposal). Die Anbringung der Schaltbox ist festgelegt (rechts) ebenso das Vorhandensein eines Jockeysitzes.

Es wird eine Gruppe um den Vorsitzenden herum, bestehend aus den Vertretern Tschechiens, Russlands, Portugals und Malaysias, bis zur Generalversammlung 2008 das Regelwerk überarbeiten. Die WM wird voraussichtlich vom 18.-20.07.2008 in Italien stattfinden. Der Mitbewerber Malaysia benötigte wegen der Unterstützung durch die Regierung eine Garantie von mindestens 10 teilnehmenden Nationen, die nicht gegeben werden konnte. Daher zog Malaysia die Bewerbung zurück. Es wird geprüft (die Regeln stehen dagegen), ob eventuell die WM mit der EM verbunden werden kann, um doppelte Reisekosten der europäischen Nationen zu vermeiden.

Sollten sich 10 Nationen im Laufe des nächsten Jahres an der FF beteiligen, würde Malaysia versuchen, den europäischen Zuschüsse zu den Reisekosten über die Regierung oder Sponsoren zu gewähren. Einige europäische Nationen hatten angekündigt, dass ohne finanzielle Hilfe diese Reise nicht möglich wäre.

 

Die beworbenen Titel und Termine wurden weitgehend bestätigt, so dass im Juli der Pavillon d´or in Leer ausgetragen werden kann.

 

Die Wahl zum Präsidenten am Sonntag entwickelte sich zum Krimi mit einem völlig unerwarteten Verlauf. Es hatten sich 6 Kandidaten gemeldet aus Italien, Estland, Frankreich, Ägypten, UK/Kanada und der Türkei. Erwartet wurde ein Zweikampf zwischen Chiulli (I) und Isik (TR). Der erste Wahlgang sah den Italiener mit 17 Stimmen vorn, der Türke hatte aber nur 2 Stimmen erhalten, der Kandidat aus UK/Kanada, Lord Maxwell Beaverbrook, als völlig unbekannter Seiteneinsteiger völlig überraschend 12. Das Wahlverfahren ließ den Kandidaten mit der geringsten Stimmenzahl (Estland1) ausscheiden. Enttäuscht zog der Türke seine Kandidatur zurück, ebenso der Franzose. Nachdem der Ägypter nach dem zweiten Wahlgang ausschied, ergab der dritte ein Patt (19:19). Alle Teilnehmer stellten sich schon auf einen langen Wahltag ein, weil offensichtlich hinter den Kulissen kräftig gearbeitet worden war und keiner daran glaubte, dass aus den entsprechenden Lagern jemand „umkippen“ würde. Der vierte Gang zur Urne hatte das knappste mögliche Ergebnis: 20:18 für den Italiener Dr. Raffaelle Chiulli.

 

Für die möglichen 6 Plätze als Administrator im Council der U.I.M. (entscheidet zwischen den Hauptversammlungen und über Dinge wie F1/F2) gab es 6 Bewerbungen, u.a. für den DMYV Herr Komm. Neben dem wieder gewählten Russen Bogdanov erreichten die erforderliche Stimmenzahl der Portugiese Calvario und Herr Komm. Drei fielen durch.

 

Für uns als Verband ist der neue Präsident kein unbeschriebenes Blatt, da er als Vorsitzender der Kommission „Pleasure Navigation“, die auch den bei uns als Breitensport laufenden Bereich umfasst, tätig ist.

Herr Chiulli und Herr Komm haben ein sehr enges persönliches Verhältnis (sportlich!) und in der Woche sehr viele Gespräche geführt. Die Italiener sind nicht nur in der FF, sondern auch im Leistungs-(Renn-)sport wichtige Partner für den DMYV.

Dieter Komm

 

 

 

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