Bericht über die Sitzung des Fachausschusses Binnenwasserstraßen und Häfen des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen (VBW)

06.-07.10.2009 in Rotterdam


1.    Fahrdynamik von Binnenschiffen
Die VBW-Studie Fahrdynamik von Binnenschiffen aus dem Jahr 1992 soll durch eine Arbeitsgruppe aktualisiert werden. Die alte wie die neue Studie behandeln die Wechselbeziehungen zwischen Wasserfahrzeug und Gewässer. Betrachtet werden dabei der Leistungseintrag eines Wasserfahrzeugs in ein Gewässer und die Wirkungen Schiffsvortrieb, Lastangriffe auf Sohle und Ufer sowie erzeugte Wellen. Die früher einseitige Ausrichtung auf wirtschaftliche Schiffsgeschwindigkeiten und die heute stärker im Blickpunkt der Öffentlichkeit stehenden mechanischen Beanspruchungen der Gewässer durch Wasserfahrzeuge machen die neue Untersuchung mit heute verbesserten wissenschaftlichen Untersuchungen notwendig.

Die Fahrdynamik von Sportfahrzeugen wird nicht behandelt, weil diese in der früheren Studie nicht behandelt worden ist und eine entsprechende Erweiterung heute nicht ohne zusätzliche Mittel möglich ist. Die Ergebnisse, die im nächsten Jahr vorliegen sollen, sind für die motorisierte Sportschiffahrt dennoch von erheblicher Bedeutung, da gegen sie ebenfalls Vorwürfe hinsichtlich der mechanischen  Beanspruchung der Gewässer vorgebracht werden und einzelne Teile der Ergebnisse Studie übertragbar sein dürften.

2.    Klimawandel in Bezug auf Wasserstraßen (KLIWAS)
Alle KLIWAS-Projekte laufen. Entsprechend dem Fortschritt der Erkenntnisgewinnung sind periodisch weitere Statuskonferenzen vorgesehen. Über die Statuskonferenz 2009 gibt es einen Fachaufsatz der BfG, der dem Sitzungsprotokoll beigefügt wird.

3.    Berichte aus den Revieren
WSD Süd
Die WSD Süd hat mit der bayerischen Schulverwaltung das Projekt Wasser-
und Schiffahrtsschule gestartet, das im Sachkundeunterricht der 3. und 4.   Klassen aller Grundschulen in einem Streifen von 50 km rechts und links von Main, MDK und Donau über die Themen Wasser und Schiffahrt informiert. Dieses Projekt soll die bisher einseitigen Informationen der Kinder durch die Umweltverbände für eine ausgewogene Meinungsbildung in der Jugend ergänzen. Hierzu gibt es umfangreiches kindgerechtes Unterrichtsmaterial in Papierform und im Internet. Besonderes Interesse findet der Vor-Ort Anschauungsunterricht auf den beiden Bereisungs- jetzt Schulschiffen der WSD Süd, die von den Schulklassen über das Internet gebucht werden können,
wenn sie die betreffende Region passieren. Das Projekt findet hohe Akzeptanz in Bayern, hat inzwischen einen UNESCO-Preis erhalten und soll eventuell in anderen WSD-Bezirken nachgeahmt werden.

WSD Mitte

  • MLK-Ausbau bis Haldensleben fertiggestellt. Das Reststück bis Magdeburg-Rothensee umfasst die Eisenbahnunterführung Elbeu, die mit 1-schiffigerUmfahrung erneuert werden muß. Fertigstellung bis 2012.
  • Alle MLK-Stichkanäle werden nur 1-schiffig ausgebaut. Bisher keineEntscheidungen hinsichtlich Ausbau der Stichkanäle Osnabrück undHannover-Linden. Ausbau Stichkanal Hildesheim ist 2013 abgeschlossen.
  • SK Schiffshebewerk Scharnebeck wird ab 2010 grundinstandgesetzt  mitSperrung jeweils eines Hebetroges.
  • Mittelweser wird 2010 mit AIS-Relaisstationen ausgestattet.Transponderpflicht für Güterschiffahrt vorgesehen.


WSD Südwest
Lahnschleusen sollen nach Wehrumbau selbstbedient betrieben werden.

WSD West
Emskanal zwischen Leer und Papenburg mit eventueller Verlängerung bis Dörpen wird als Projekt der niedersächsischen Landesregierung auch von den Umweltverbänden unterstützt um den Fluß verkehrsfrei zu bekommen.

 

BMVBS

  • Bundestagsauftrag zur Verbesserung des Wassertourismus wird hinsichtlichder technischen Fragen zur Wasserstraßeninfrastruktur von Herrn Kies (früher WSA Duisburg-Meiderich) betreut.
  • Eigentümerin der Wasserstraßen folgende wasserwirtschaftlichen Aufgaben:
    - Zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie erhält die WSV als
    . Fischdurchgängigkeit
    . Geschiebebewirtschaftung
    . wasserwirtschaftliche Verbesserung bei der Unterhaltung der Wasserstraße.


Niederlande, Hafen Rotterdam

  • In den Niederlanden werden im Rahmen eines Förderprogramms 900AIS-Transponder kostenlos an Binnenschiffe ausgegeben.
  • die Niederlande planen ein Umweltförderprogramm zur Umrüstung vonBinnenschiffen auf Gasmotorenantrieb.
  • Im Hafen Rotterdam sind ab 01.01.2010 alle Binnenschiffe verpflichtet beimStillliegen Stromtankstellen zu nutzen. EU plant Normung derVersorgungssteckdosen.

 

 

Weitere Informationen

Sportbootvereinigung

Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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