30 Jahre Internationales Tourenskippertreffen

Vom 22. bis 25. Juli veranstaltet der Deutsche Motoryachtverband sein 30. Internationales Tourenskippertreffen. Gemeinsam mit der Stadt Leer laufen seit langem die Vorbereitungen zu dieser Jubiläumsveranstaltung. „Wir wollen unseren Skippern ein begeisterndes Festprogramm bieten“, so Winfried Röcker, Präsident der Deutschen Motoryachtverband.
Wie z8u jedem Treffen sind alle Fahrtenskipper mit kleinem oder großem Boot, mit Motor- oder Segelboot, alle Wassersportvereine und Wassersportler ohne Boot geladen. Der Hafen der Stadt Leer mit seinem südländischen Flair bietet ausreichend Liegemöglichkeiten. Der ostfriesische Charme der Altstadt, direkt am Hafen, begeistert die Teilnehmer alle Jahre aufs neue.
Vorläufer des Tourenskippertreffens war die einmalige Veranstaltung des Sylttörns nach Hörnum. Auf Grund des starken Sturms, der über Tage anhielt, erreichte den Veranstaltungsort nur ein Schiff. Damit überhaupt Gäste zur Abendveranstaltung und zu den Vorführungen kamen, hatte der Kurdirektor von Hörnum alle Kur- und Sommergäste mit freiem Eintritt geladen. Die Veranstaltungen an Land waren gerettet. Die Unkosten blieben beim Verband.

Das Präsidium des DMYV entschied sich daraufhin, an einem Treffen der Bootsfahrer festzuhalten. Jedoch nicht mehr auf einer Insel. Das „Tourenskippertreffen mit Sternfahrt Kurs Nord“ wurde als neuer Titel kreiert. Damit auch bei jedem Wetter die Anfahrt möglich wurde, mussten geeignete Häfen an der Küste gesucht werden.
Bremerhaven mit seiner neuen Marina Nordseeyachting bot die idealen Voraussetzungen. Wahrzeichen der Marina war der Leuchtturm Brinkamahof, der in einer spektakulären Aktion aus der Wesermündung in die Marina transportiert wurde. Seine Bar ist allen damaligen Teilnehmern unvergessen.
Groß war die Beteiligung am Seepokal zur Sternfahrt Kurs Nord. Bis Schottland, Tallin, Oslo und Dublin fuhren die Seefahrer bei jedem Wetter, um ja zum Abgabeschluss des Logbuchs den Veranstaltungsort zu erreichen. Fünf Tourenskippertreffen fanden in Bremerhaven statt. 1986 startete die „Sail Bremerhaven“, das Treffen der Großsegler als aller Welt. Da man zu diesem Anlass im Fischereihafen über 1000 Sportboote erwartete, sollte das Skippertreffen nicht stattfinden. Für das Präsidium kam die Ausladung überraschend.
Die unerwartete Einladung der Stadt Wilhelmshaven rettete die Folgeveranstaltung. Über 300 Schiffe trafen sich 1986 am Bontekai. Von Bremerhaven aus wurden zwei Konvois über das Watt angeboten, angeführt von der Wasserschutzpolizei und der DGzRS. Einmalig in der 100jährigen Geschichte des Ems-Jade-Kanals war, dass an einem Tag ab Emden-Kesselschleuse über 100 Schiffe die Wasserstraße befuhren. Um die Sail 86 mitzuerleben, hatte der Verband von der Deutschen Bundesbahn ein Bäderschiff gechartert. Mit 700 Skippern an Bord ging es nach Bremerhaven an die Regattastrecke. Die Parade der vorbeifahrenden Großsegler, angeführt von der Gorch Fock mit dem Bundespräsidenten an Bord, war für alle ein bleibendes Erlebnis.
Es zeigte sich bald, dass Wilhelmshaven kein Daueraustragungsort bleiben würde. Von Jahr zu Jahr gingen die Teilnehmerzahlen zurück. Die Skipper scheuten die Anfahrt über den Ems-Jade-Kanal und den Weg über das Watt. Ein neuer Veranstaltungsort wurde gesucht. Emden, Leer und Papenburg waren Favoriten.
Die Stadt Leer mit seiner neu errichteten Steghafenpromenade, die direkte Anbindung an das Stadtzentrum und die friesisch historische Altstadt gaben den Ausschlag. Über all die Jahre bis heute sind die Skipper hier gern gesehen. Die Stadt passte den Hafen immer mehr unseren Ansprüchen an und stellte das Hafenbecken weiteren wassersportlichen Veranstaltungen des Verbandes zur Verfügung. So fanden hier Landesmeisterschaften, Ausscheidungswettkämpfe und sogar eine Jugendweltmeisterschaft mit acht Nationen statt.
Winfried Röcker: „Leer ist unsere Heimat. Was Travemünde und Kiel für die Segler, Wilhelmshafen für Surfer, Bremerhafen für die Großsegler, ist Leer für die Motorbootfahrer.“
Willkommen zum 30. Tourenskippertreffen mit Sternfahrt Kurs Nord in einer wassersportfreundlichen Stadt.

 

Weitere Informationen

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Die Sportbootvereinigung (SBV) e.V. im Deutschen Motoryachtverband ist bundesweit mit 5.000 Mitgliedern die größte Vereinigung, die dem Deutschen Motoryachtverband e.V. angeschlossen ist. Sie steht Wassersportlern – mit oder ohne Boot – in ganz Europa offen.

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